Alle Artikel mit dem Schlagwort: DEKT

Kirchentage können weg.

Der Kulleraugen #dekt2017 sollte eine der letzten Veranstaltung dieser Art gewesen sein, er ist wenig zeitgemäß. Wären es nur singende U-Bahnen oder lustige Schals, hätte der Protestantismus kein ernsthaftes Problem. Der Bedeutungsverlust ist allerdings massiver als vielfach wahrgenommen. Dass die Veranstalter das anders sehen, zeigt wie groß der Graben zur Wahrnehmung der Gesellschaftlichen Realität geworden ist. Eine Bühne vor dem Reichstag, Merkel und Obama als Gäste des Kirchentages auf allen bedeutenden Titelblättern deutscher Tageszeitungen, das alles täuscht darüber hinweg, dass sich der Großteil der Bevölkerung für eine kirchliche Großveranstaltung ähnlich stark interessiert, wie für den sonntägliche Gottesdienst in der Kirche um die Ecke. Gut zu beobachten war das bei den sogenannten „Kirchentagen auf dem Weg“, die, man muss das leider so hart sagen, ein Flop waren. Das Format Kirchentag funktioniert nur noch, weil sich öffentliche Hand und Volkskirche in ihrer jeweiligen gegenseitigen Positionsbestimmung einig sind und der Kirchentag sich als „wir_sagen_euch_jetzt _mal _wo_der_Hammer _hängt_Institution“ gefällt. Wobei „Euch“ entweder Politik oder Kirche sein kann; wenn man es besonders deftig mag, auch mal beide zugleich. So etwas …

Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg 2013

In einer Woche geht er los, der Kirchentag in Hamburg. Ich muss zugeben, dass ich nicht ein Fan von Großveranstaltungen bin. Viele, ganz viele Menschen auf engem Raum, das ist nicht so mein Ding. Eine gut gefüllte Kirche reicht mir. Als sehr angenehm würde ich einen Livestream von Veranstaltungen finden. Den gibt es aber (noch) nicht. Dennoch wächst die Möglichkeit sich über das Treiben einen Einblick zu verschaffen täglich. Dank einer Fülle von Angeboten im Netz ist es sogar möglich mehr als nur einen Einblick zu bekommen. Einige Links, die Informationen für euch rund um den Kirchentag (#dekt) zur Verfügung stellen seien hier kurz aufgelistet. Zunächst ist das natürlich die Webseite des Kirchentages unter kirchentag.de zu nennen. Da dieses Seite allerdings noch weitgehend nach dem Web 1.0 Muster funktioniert, hat man sie durch einige Social Media Kanäle ergänzt. Zu nennen sind hier Facebook, Twitter, Youtube, und eine rudimentäre Google Plus Seite. Erstmalig gibt es auch eine Kirchentags-App für Smartphones. Nicht neu, weil schon in Dresden installiert, gibt es eine sogenannte „Wall“, die Beiträge aus dem …

Twitterbibelarbeit auf dem Kirchentag

Auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Hamburg wird es –wie schon 2011 in Dresden– eine Twitterbibelarbeit geben. Und zwar am 2., 3. und 4. Mai jeweils von 9.30 bis 10.30 Uhr in Saal 6 des CCH, Marseiller Straße 2, in Hamburg vor Ort oder per Twitter über das Hashtag #twibib für „Twitterbibelarbeit“ könnt ihr mitmachen. Unter dem Hashtag #twibib ist eine Teilnahme auch online möglich. Das Ev. Studienwerk Villigst und die Evangelische Kirche im Rheinland, Düsseldorf bereiten diese Bibelarbeit vor.

Nikolaus Schneider zum Kirchentag in Dresden

Der Kirchentag in Dresden ist vorbei. Die Stimmen der Teilnehmenden waren voll des Lobes. Da liegt es nahe Bilanz zu ziehen. Auch der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland tut das. In einem Interview mit Matthias Dobrinski im Deutschlandfunk. Nikolaus Schneider wirkt angespannt. Dabei sind Dobrinskis Fragen sehr wohlwollend formuliert, bisweilen sind sie so, dass die Antwort bereits darin enthalten scheint und bloße Zustimmung schon als Antwort gelten kann. Wegweisendes dagegen hört man wenig. „Im Gespräch bleiben ist wichtig“ ist der Grundtenor von Schneiders Aussagen. Im Gespräch bleiben mit den Konfessionslosen in den östlichen Bundesländern (sie scheint es nur dort zu geben) ist wichtig. Ebenso wichtig ist es mit dem Verteidigungsminister im Diskurs zu stehen (durchaus „hier und da in Differenz, und das ist auch gut so“). Schließlich ist „man“ auch mit dem Papst demnächst in Erfurt im Gespräch, von dem man allerdings nicht zuviel erwarten soll, kein Wunder, denn der Zeitplan sieht kam mehr vor als das Protokoll erlaubt. Vom Jahr der Taufe erwartet Schneider einiges, denn diese sei das ökumenische Zeichen, welches sichtbarer …