Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bibel

Der Salto des U.Parzany

Danke, Ulli, dass du mir einst gezeigt hast, wie wichtig es ist in der Bibel zu lesen. Sie ist mir zu einer ständigen Begleiterin geworden. Ich habe sie am Stück durchgelesen, Seite für Seite und mich an einigen Stellen tief eingegraben.

Vom Zwang zur Visualisierung (Hell No!)

Info Graphiken sind beliebt schließlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und wenn man zu einer Präsentation noch tausend Worte Vortrag „gratis“ dazu bekommt, steht der (Verkaufs-) Erfolg fast garantiert ins Haus. Die vermeintliche Klarheit der Aussage könnte aber auch schlicht verloren gehen, weil eine Elementarisierung nicht selten eine Simplifizierung nach sich zieht. In diese Falle sind wohl auch einige Programmierer von openbible.info getappt. Das Ziel positive und negative Aussagen der Bibel zu filtern, zu summieren und anschließend graphisch zu präsentieren scheint gründlich misslungen. Die Lesbarkeit gelingt nur mit Mühe, der Gehalt jedoch erschließt sich nicht. Jedenfalls mir nicht: Der grundlegende Fehler scheint darin zu liegen, dass die Bibel als ein Buch betrachtet wird, dass Gegenstand einer solchen stilistischen Betrachtung sein kann. Nun ist die Bibel allerdings kein Buch, sonder eine Bibliothek aus verschiedenen Büchern. Würde man alle meine Bücher eines Regalmeters auf diese Weise untersuchen, welchen Sinn sollte das machen? Das Ergebnis aber wäre vermutlich dasselbe: Es finden sich sowohl positive wie negative Aussagen darin. Aber selbst wenn man nun die Einzeluntersuchung der …

Der Liebe Gott und der nickelige Jesus. Mt 21, 28-32

„Das ist aber ein ganz Lieber!“ Diesen Satz kennen Sie bestimmt aus verschiedenen Zusammenhängen. Oft wird er auf Personen, besonders aber auf viele Vierbeinern (Hunde) bezogen, meist auch von dem Satz begleitet: „Der will nur spielen!“ Aber auch der liebe Opa, oder die liebe Oma kann gemeint sein, oder die nette Arbeitskollegin, die sich alles gefallen lässt. Und der „liebe Gott“ ist ja auch so ein lieber –außer wenn er alles sieht, oder gerade deswegen? Nun wird dieses „der ist aber ein ganz Lieber“ auch von Jesus ausgesagt. In Kirchenliedern zum Beispiel: „Liebster Jesu wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören“oder „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“, die Beispiele ließen sich verlängern. In heutigen Predigttext ist Jesus allerdings alles andere als lieb. Genaugenommen ist er sogar richtig nickelig, denn er führt seine Zuhörerinnen aufs Glatteis. 

Gottes Wort ist nicht. Es wird. (Joh.5,39-47) Predigt

Durchaus kritisch geht der johanneische Jesus hier vor. Er geht nicht gerade höflich mit seinen Zuhörern um. Genau genommen geht er ziemlich mit ihnen ins Gericht. Dabei sind sie doch auf dem richtigen Weg. Immerhin lässt sich erahnen, dass sie fleißige Bibelleser sind: „Ihr sucht in der Schrift“. Um wie viel mehr würde der Schreiber des Johannesevangeliums wohl mit uns heutigen umgehen? Da wird doch hier und dort nach dem richtigen Weg gesucht. Je exotischer die Antwort, desto besser ihr Wert. Überall, aber doch nicht in der Bibel wird nach Sinn und Erfüllung des Lebens gesucht. Würde der Schreiber des Evangeliums aber wirklich so hart mit heutigen Nicht-Lesern umgehen? Ist sein Anliegen wirklich damit zu erfassen, dass er sagt: „Lies die Bibel und alles wird gut?“ Nun gut, bei einer so zugespitzten Frage erwarten sie selbstverständlich keine positive Antwort. Und ich gebe zu: Eine derartige Aussage lässt sich, selbst zugespitzt, in der ganzen Bibel nicht finden. Dennoch ist zu fragen: Wenn selbst intensiven Bibellesern offenbar nicht gelingt, was verlangt ist, wie soll man es denn …