Alle Artikel mit dem Schlagwort: Atomkraft

Predigt von Nikolaus Schneider zur Eröffnung der Fastenwoche 2011

Der derzeitige Ratsvorsitzende wird auf diesem Blog oft mit Kritik bedacht. Das soll nicht davon abhalten durchaus positives auch zu erwähnen. Seine Predigt zur Eröffnung der Fastenwoche 2011 finde ich deshalb erwähnenswert, weil sie im Horizont der Verantwortung vor Gott die Frage nach Schuld und Strafe eindrucksvoll stellt. Darum sei diese Predigt in Auszügen hier wiedergegeben: Die Passionszeit fordert uns heraus zu Solidarität mit jedem leidenden Menschen. Und so sind wir in diesen Tagen bei denen, die bei der Erdbebenkatastrophe ihr Leben verloren haben. Wir stellen wir uns an die Seite derer, die um ihre Angehörigen bangen, deren Hab und Gut vernichtet wurde. Und unsere Gedanken sind bei all denen, die als Helfer das Menschenmögliche tun, um Leben zu retten. Unsere Gebete gelten denen, die in diesen Stunden versuchen, die Folgen der Reaktorkatastrophe soweit es geht zu mindern. Im Evangelium, das wir eben hörten, wird Jesus gebeten, zu einer Katastrophe Stellung zu nehmen, die damals wohl viele bewegt hat. Die römischen Besatzungssoldaten hatten unter friedlich betenden Juden ein Blutbad angerichtet. Und für viele damals stand …

Rheinische Kirche ist gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

Da werdet ihr euch nicht wundern, dass das eine Meldung nach meinem Geschmack ist, die ich wirklich außerordentlich gerne hier wiedergebe. Obwohl ich sonst keine Pressemitteilungen einfach weiterverbreite. Aber hier mache ich mal eine Ausnahme! Nach Auffassung des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche ist die Laufzeitverlängerung „unverantwortlich gegenüber den kommenden Generationen“. Zugleich beschloss die Synode die Erarbeitung von Kernpunkten eines nachhaltigen Energiekonzepts. Diese sollen dann in die politische Diskussion eingebracht werden. Der Beschluss fand seine Mehrheit bei zehn Gegenstimmen und einigen Enthaltungen. Bereits in seinem Bericht hatte der rheinische Präses Nikolaus Schneider am Montag unterstrichen, dass solche kirchlichen Stellungnahmen zu politischen Fragen aus der theologischen Erkenntnis heraus geschehe, dass das Evangelium auch die Welt gestalten will. Die theologisch-ethischen Gesichtspunkte seien aber auch dem jeweiligen Sachgebiet gegenüber angemessen zu verantworten. „Deshalb mahnen wir, dass politische Entscheidungen von heute in Verantwortung für die nachfolgenden Generationen getroffen werden. Deshalb fordern wir von der Wirtschaft, dass bei allen Planungen und Entscheidungen das Gemeinwohl genauso zu achten ist wie berechtigte Renditeinteressen der Unternehmen. Deshalb bleibt unsere ablehnende Haltung gegenüber der …

Nikolaus Schneider zu Atomkraftwerken

Nikolaus Schneiders deutliche Töne kommen in der Frage der Atomtechnologie deutlich zum tragen. Auf der EKD-Seite ist heute zu lesen: (epd) Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, kritisiert die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke als unverantwortlich. „Der Atommüll strahlt derart lange, dass wir für einen Zeitraum Verantwortung übernehmen müssen, der von Menschen real nicht übernommen werden kann“, sagte der rheinische Präses der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe). „Wir überschreiten hier das menschliche Maß.“ Durch die von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung werde weiter Atommüll in Massen erzeugt. Bis heute sei unklar, wo dieser Abfall gelagert werden könne. Schneider: „Es ist nicht zu verantworten, dass kommenden Generationen ein solch ungelöstes und weiter wachsendes Problem hinterlassen wird.“ Richtig sei zwar, „dass wir voraussichtlich eine Technologiebrücke hin zu den erneuerbaren Energien benötigen“, fügte der Präses hinzu. Man werde tatsächlich auf Kohle und Gas nicht verzichten können. „Die Energiebrücke kann aber aus Sicht der EKD nicht die Atomtechnologie sein.“ Denn diese erfordere in einer Weise Perfektion, „wie sie Menschen zu leisten nicht in der Lage sind“. Die Vorkommnisse …

24 Jahre Tschernobyl

Heute nähert sich der Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl zum 24. mal. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass wir nicht in Seen schwimmen gehen sollten und auch keine Milch trinken. Seit der letzten Bundetagswahl klebt auch wieder ein alter Bekannter an meinem Auto. Inzwischen hat ihn auch meine Frau wieder akzeptiert: