Alle Artikel mit dem Schlagwort: App

Kontakt!

Wir sitzen nach dem Handballturnier im Schnellrestaurant. Sieben Köpfe sind nach vorne geneigt, (jeder blickt auf sein Handy) Die linke Hand fingert nach etwas Essbarem, während der Daumen der Rechten unablässig tippt. Plötzlich hebt sich ein Kopf, dreht sich und sagt zu seinem Nachbarn: „Hast du meine Nachricht gelesen?“ Als Antwort kommt nur ein müdes „Mhm“, freilich ohne den Kopf zu heben. Es wird weiter getippt und gegessen, keiner findet etwas seltsam an dieser Szenerie. Kein Wunder, es sind Teenager, denke ich und will gerade meinen Laptop aufklappen, da höre ich: „Ernsthaftjetzt, Papa? Voll peinlich!“ „Ach, ja? Aber eure Metakommunikation ist nichtpeinlich oder was!“, entfährt es mir. Plötzlich sind alle Köpfe oben und wir mittendrin in einer Diskussion, was geht, und was nicht in einem Restaurant mit freiem WLAN. Um es kurz zu machen: In der Bewertung sind wir zu keinem gemeinsamen Ergebnis gekommen, da bleibt der Generations- Unterschied als technische und kulturelle Differenz bestehen. Aber das Gespräch darüber, was das Handy so mit uns macht, war aufschlussreich: Es geht gar nicht so sehr um den …

Die NSA hat sowieso unsere Daten…

… so oder ähnlich tönt es einem bisweilen entgegen, wenn man dieser Tage Argumente für die Datensouveränität liefert. Ein Beispiel: In einer Facebook Gruppe, die sich mit Kirche und Social Media beschäftigt tauchte die Frage auf, ob sich (für private Zwecke) nicht der Kalender von Google anbieten würde. Ich bin äußerst skeptisch, was die Einträge privater Daten in diesen Kalender angeht. Meistens fallen in diesem Bereich personenbezogene Daten an, die man/frau nicht gerade mit anderen teilen möchte. Abgesehen davon, dass der Besuch beim Kieferorthopäden kein weltbewegendes Ereignis ist, möchte ich dennoch nicht, dass jemand drittes weiß, welcher meiner Kinder zu einer bestimmten Uhrzeit außer Haus ist. Spätestens bei Einträgen von Geburtstagen -wohl meistens mit Klarnamen und vielleicht sogar noch der Handynummer- dürfte offensichtlich sein, dass diese Daten bei Dritten nichts zu suchen haben. Anders verhält es sich mit öffentlichen Daten. Ich kenne Kirchengemeinden, die ihre Raumplanung mit dem Google Kalender bewältigen und teilweise sogar auf der Webseite ihrer Gemeinde veröffentlichen. Für diese Anwendung macht die googleeigene Anwendung durchaus Sinn. Als persönlicher, oder auch pfarramtlicher Kalender …

Intentionsfreie Gottesdienste

Hin und wieder ist die babylonische Sprachverwirrung in der Kirche perfekt. Würde sich ein Kandidat der evangelischen Theologie in dem Prüfungsfach Homiletik für „Intentionsfreie“ Gottesdienste aussprechen, hätte er ernsthafte Probleme sein Examen zu bestehen. In der römisch-katholischen Kirche dagegen gehört die Aufforderung zu solchen Gottesdiensten scheinbar zu den kirchenleitenden Aufgaben, wie folgendes Dokument zeigt: Für weitere Informationen was „Intention“ in römischer Diktion bedeutet empfiehlt sich ein Artikel auf credobox. Dort kann man dann auch noch etwas über „Binationen“ und „Applikationen“ lernen. Eine App für Applikationen habe ich bisher noch nicht gefunden…

App Gottes

Bevor ich mich dem Präsesbericht vor der Landessynode 2010 widme, hier noch ein kleines Schmankerl aus der Sueddeutschen Zeitung: In der Print-Fassung ist der folgende Artikel eines angelikanischen Priesters, der Notebooks und Handys segnet mit „App Gottes“ überschrieben. In der Online-Redaktion hat man da wohl Angst vor Apple und der Verwendung des Begriffes „App“ für iPhone Anwendungen. Und es wurde daraus: „Vernetzt mit Gott“. Abgesehen davon ist nur anzumerken, dass der Segen nach jüdischem (und evangelischem) Verständnis allem Lebendem gilt. „Sachen“ (besonders Waffen!, aber auch Feuerwehrautos und Rettungswagen) können nicht gesegnet werden.