Alle Artikel mit dem Schlagwort: Abhängigkeit

Das Beste kommt zum Schluss – 1.Thessalonicher 5, 14-24

„Das Beste kommt zum Schluss“ – ein wirklich sehenswerter Film! Im Blick auf den morgigen Predigttext ließe sich ähnliches sagen. Denn während die ersten Verse aus dem 1.Thessalonicher Brief wie eine Episode aus „Deutschland sucht den Superchrist*“ klingen, wird in den beiden letzten Versen (23f) deutlich, dass es sich dabei um ein Missverständnis handeln muss. http://www.ekir.de/url/XLb Ein Challenge Gedanke ist sogar vollkommen fehl am Platze. Und wer meint, die aufgezählten Ermahnungen seien besonders „christlich“ wird enttäuscht. Der Apostel Paulus hat sie schlichtweg aus dem Reigen der damals gängigen antiken Ermahnungen übernommen. Copy and Paste, ihr kennt das. Neu ist nur der Schluss: „ER aber, der GOTT des Friedens heilige euch durch und durch.“ Christliche Selbst-Optimierer schauen in die Röhre. Aufrechte Christen-Menschen loben Gottes Anwesenheit und bitten „Unser Herr, komm!“ (1.Kor. 16,22) Photo Credit: YamiPaperDreams!.- via Compfight cc

Wir fahren VW Bus

Anlässlich der (voraussichtlichen) Einstellung der Produktion des Brasilienbusses veranstaltet unsere Regionalzeitung eine Reihe mit Geschichten rund um das Fahrzeug. Über Twitter hat mich der @gabonn gebeten eine kurze Geschichte zum Foto aufzuschreiben: Wir fahren T2 VW Bus seit 1995. Der abgebildete ist unsere zweites Exemplar Bj.1979 mit Westfalia Campingausstattung Modell „Berlin“. Sein Vorgänger aus demselben Baujahr war ein Selbstausbau mit Hochdach. Das Klapp-Schlaf-Dach hatte es uns schon lange angetan. Die Aufnahme ist aus dem Jahr 2003 und in Südfrankreich entstanden. Es war die erste Fahrt der neuen Kleinfamilie mit einjährigem Windelkind und haarendem Golden Retriever. Deswegen auch die Alubox in der Gepäckwanne. Zehn Jahre später (und einige tausend Euro Restaurationskosten ärmer) haben wir mit ihm wieder Urlaub gemacht. Mit fünfköpfiger Familie aber ohne Alubox in der Gepäckwanne. Da musste dann doch der andere Familien VW Bus Bj.2004 als „Begleitfahrzeug“ mitwirken. Warum wir seinen Durst und seine Unbequemlichkeit lieben liegt auf der Hand: Er ist das schönste Auto der Welt!

Schleiermacher über Vulkane

„Alle Räder stehen still, wenn der starke Arm es will“. Im aktuellen Fall ist der starke Arm ein isländischer Vulkan und wir müssen als moderne Gesellschaft feststellen, wie abhängig wir von Naturgewalten sind. „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, das gilt im Moment nur für eine Flughöhe über elft tausend Metern. Freiheitsgefühl und Abhängigkeitsgefühl liegen offenbar sehr dicht beieinander. Das reizt den Theologen natürlich und ruft fast unweigerlich nach der Lektüre des großen Friedrich Schleiermacher. (Eine ganz kurze Einführung in Schleiermachers Denken -aus fundamental barthianischer Sicht- gibt Theoblog (link zum PDF-File). In Schleiermachers §4 der Glaubenslehre heißt es: Denken wir uns nun Abhängigkeitsgefühl und Freiheitsgefühl in dem Sinne als eines, daß nicht nur Subjekt, sondern auch das mitgesetzte Andere in beiden dasselbige ist: so ist dann das aus beiden zusammengesetzte Gesamtselbstbewußtsein das der Wechselwirkung des Subjektes mit dem mitgesetzten Anderen. (…) Demnach ist unser Selbstbewußtsein als Bewußtsein unseres Seins in der Welt oder unseres Zusammenseins mit der Welt, eine Reihe von geteiltem Freiheitsgefühl und Abhängigkeitsgefühl; … Wir mögen unsere Verhältnisse zur Natur …