Pastorenstückchen

Blog eines Pfaffen

Durchsuche Beiträge in Predigt

Der Boulevard, braucht den Allgemeinplatz.

urbane Szene

foto: sxc.hu

Er braucht Themen, die jeder kennt, sei es vom Hörensagen oder aus eigenem Erleben –letztlich ist das gleichgültig. Der Boulevard giert förmlich nach Allgemeinplätzen, buhlt um Aufmerksamkeit und bekommt sie in der Regel auch. Denn es geht, wie jeder eigentlich weiß ums Geld verdienen. Und da machen bekanntlich alle gerne mit!

Für die Politik hingegen gilt: Nichts ist schlimmer, als wenn man sich auf Allgemeinplätzen tummelt!
Sei es nun die Gesundheits- oder die Steuerreform. Die Bildungs- oder Familienpolitik. Oder neuerdings wieder einmal die Einwanderungsdebatte. weiter lesen

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foto:sxc.hu

Liebe Gemeinde, es geht das Gerücht, ein Pfarrer aus der Provinz hätte angesichts dieses Predigttextes einen Brief an seinen Bischof geschrieben.
Einen Brief mit folgendem Inhalt:

„Liebe Bruder im Herrn, ich weiß nicht, was man mit der öffentlichen Lesung der Predigttexte erreichen will, wenn sie solchen Charakter haben, wie der im Epheser Brief im zweiten Kapitel vom vergangenen Sonntag.
Es handelt sich hier doch um einen Text, der ohne eingehende theologische Auslegung gänzlich unverständlich bleibt. Soll ich im Rahmen einer Predigt nun Unterricht in der christlichen Religion betreiben?
Das wäre doch wohl ein falsches Predigtverständnis, oder?
Ich finde solche lehrhaften, theologisch dichten Texte ungeeignet zur öffentlichen geistlichen Rede und bin nicht willens meine Gemeinde mit derartiger Dogmatik zu belasten.
Ich habe mich deshalb entschieden den Evangeliums Text vom Pharisäer und Zöllner zu predigen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Pfäfflein aus der Provinz….“ weiter lesen

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Mobilität

foto: oskar_guenther auf flickr.com

Pfingsten bewegt und seien es zunächst auch nur die Autos, die ins Grüne bewegt werden.
Pfingsten bewegt aber auch die Kirche.
Sie reißt in der Ur-Erzählung (Apostelgeschichte 2) die Jüngerinnen und Jünger förmlich mit sich.
Wenn Pfingsten der Geburtstag der Kirche ist, dann ist Kirche Jesu Christi nur in der doppelten Bewegung des Heiligen Geistes: Der, der in uns hinein fährt und uns erfüllt, ist der, der uns hinaus treibt auf die Strasse, zu den Menschen. So wird Kirche!
Und sie hat „weiche“ Grenzen. Keine ein für allemal feststehenden Gestalt.
 Pfingsten ist Gottes Bewegung in uns hinein. Und Pfingsten treibt uns hinaus zu den Menschen und lässt verkündigen von den großen Taten Gottes. Keine zufriedene „sitzenbleiber“ Kirche und keine „nervöse“ Aktionisten Kirche.
Die Balance zu halten gelingt nur schwer.
Eigentlich ist sie nur so durchzuhalten: Gott beim Wort zu nehmen, dass er versprochen hat seinen Geist (=Anwesenheit) zu schenken, da wo sie gebraucht wird.
Und sie wird (recht besehen) überall gebraucht.

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foto: wetterrolf auf flickr.com

Liebe Festgemeinde!
Wer schön sein will muss leiden!
Dieses Motto gilt nicht erst seit Heidi Klum. weiter lesen

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“Kann ich mir nicht vorstellen”! werden vielleicht einige Eltern sagen. Jetzt schon so groß! Auch das gehört zum “Vorstellungs”gottesdienst, wenngleich das im Namen ursprünglich nicht vorgestellt war.

Heute markiert der Vorstellungsgottesdienst, dass es auf die Konfirmation zugeht, dass die Zulassung zur Konfirmation durch das Presbyterium beschlossen werden wird. Und der Vorstellungsgottesdienst weist (nicht zuletzt) die Konfirmandinnen und Konfirmanden daraufhin: “Stellt euch vor: Ihr werdet konfirmiert!”

Foto: Rudolf Schuba


In diesem Gottesdienst geht es nun allerdings auch darum, wen wir uns unter Gott vorstellen. Und es geht auch darum wie Gott sich uns vorstellen will.
Wie stellen wir uns eigentlich Gott vor? weiter lesen

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Karfreitag

1 Kommentar

Asia – Philippines / Crucifixion, ursprünglich hochgeladen von Rudi Roels

Wenn jemand zu Kreuze kriechen muss, hat das einen besonderen Grund. Im Mittelalter war es üblich, am Gründonnerstag und dem heutigen Karfreitag “zu Kreuze kriechend” des Todes Jesu zu gedenken.

“Zu Kreuze kriechend” war durchaus wörtlich zu verstehen.
Das kennen wir heute (wie so vieles) nur noch aus dem Film.
Heute ist der blutigen Prozession dezente Trauer gewichen.
Wenn überhaupt, denn längst ist Ostern beherrschender Aufmerksamkeit zugekommen. In Form von Frühlingsfest und Schokoprozession durch häusliche Gärten. weiter lesen

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Bild: Mr.Norell auf flickr.com

Die römischen Kaiser prägten das Bild selbst, das sich die Welt von ihnen machen sollte: Auf den Münzen, die sie schlagen ließen, sehen sie daher so aus, wie sie aussehen wollten –stark und machtvoll.
Kaiser Augustus zum Beispiel schaute auf seinen frisch geprägten Denaren … noch im Alter von siebzig so aus wie mit dreißig.
Die Münzbilder waren Propaganda. Sie brachten die richtige Botschaft unter das Volk: den ewig jungen Herrscher.“ * „Ihr kauft mit den Schneid nicht ab“, dass war die Botschaft, die unter das Volk sollte.
Heute gibt es diese Form der Münzenpropaganda nicht mehr. weiter lesen

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Stark sein schwach sein
Stark sein, schwach sein:
Wer ein Pferd auf seinen Armen tragen kann, ist ganz schön stark.
Wer sich nicht die Zähne putzt, weil die Zahnbürste zu schwer ist, der ist ganz schön schwach.
Wir mögen alle gern stark sein.
Schwach will keiner gern sein.
Zu einem Kind wie Pippi-Langstrumpf, sagen wir bewunderungsvoll: Ja!
Aber wehe, da ist jemand, der schwach ist, oder mutlos, oder schüchtern. Zu so einem sagen wir –nicht laut- aber vielleicht leise: nein.

Ja sagen und nein sagen zu einem Menschen, das ist ein großer Unterschied. Vielleicht nicht so sehr für den, der es sagt. Aber ganz bestimmt für den, der es hört.
Sagt einer Ja, tut das gut. Sagt einer Nein zu mir, dann bin ich auf einmal nicht mehr wie vorher. Dann geht das Nein mit mir mit. Manchmal einen ganzen Tag lang.

Wir hören heute eine Geschichte von einem, der Nein sagt. Nein zu einem Menschen, genauer zu einem Freund. Er sagt: nein, den kenne ich nicht.
Und während er das sagt, merkt er, dass er nicht stark ist. Stark wäre er gewesen, wenn er zu seinem Freund gehalten hätte. weiter lesen

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Wenn die Spielräume eng werden, sieht  es oft nicht gut aus!

Das gilt nicht nur für den Fußball, das darf im Jahr der WM aber angemerkt werden.

Wenn die Spielräume eng werden und nicht jeder so aufspielen kann, wie er möchte, fallen oft Worte wie „kämpfen“, „beißen“, „dagegenhalten“ und nicht zuletzt, „so etwas ist nicht schön anzusehen“. Die Masse will „großes Tennis“ sehen, wie ein Bundesliga-Trainer es formulierte, Großes Tennis –auch im Fußball. weiter lesen

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2. Korinther 4. Kapitel, VV 6-10:

“Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.”

Glänzende Worte, gewaltige Worte, schwere Worte, die der Apostel Paulus hier den Korinthern zumutet.

Uns bleibt doch vor allem der Schluss des Predigttextes in Erinnerung.

Sind wir wirklich die, die bedrängt sind, die, die leiden, die Verfolgung erleiden, unterdrückt werden.
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