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Nina Hagen auf Bibel TV! Noch jemand für die Köhler Nachfolge!

Nina Hagen entwickelt sich immer mehr zur Glaubenskämpferin. Nun ist sie gar für Bibel TV im Einsatz. Wenn das so weitergeht wird sie bald noch als Nachfolgerin für Margot Käßmann gehandelt, die von der SPD sogar für die Köhler Nachfolge vorgeschlagen wurde. Ich räume der ehemaligen Ratsvorsitzenden allerdings keine großen Chancen ein. Eher ist es wohl so wie kopfzeiler.org sagt, dass Richard Schröder nicht zu vergessen ist. Darüber würde ich mich sehr freuen. Er wäre mit Sicherheit jemand, der in der augenblicklichen Situation die richtigen Akzente setzten könnte.

Evangelisch werden ist nicht schwer

Im Mai diesen Jahres (2010) habe ich folgendes gebloggt: Der Bericht in unserer hiesigen Regionalzeitung kann ich nur bestätigen. Der Generalanzeiger Bonn (GA) druckt den Bericht einer katholischen Frau, die ihre Gründe schildert ihre Kirche zu verlassen und evangelisch zu werden. In den vergangenen sechs Wochen erreicht mich ein Anruf pro Woche von ausgetretenen Menschen, die möglichst schnell wieder in eine Kirche eintreten wollen. Von einer „Haftungsgemeinschaft“ (dass also zwischen den Kirchen kein Unterschied gemacht werde) , wie Nikolaus Schneider, Präses der ekir und z.Zt. Ratsvorsitzender der EKD, sie beschreibt, kann ich nichts feststellen. An der Basis ist „evangelisch“ eher im Aufwind… Im Dezember ist sowieso Kirchenaustrittsmonat. Was für den Verkauf des Papstbuches gut war schlägt auf Seiten der Austrittswilligen zurück. Die wenigsten nur werden evangelisch…

Monika Bylicki und das gemeinsame Abendmahl

Man muss nur lange genug warten, dann wird´s auch was. Der zweite ökumenische Kirchentag hat im wesentlichen zweierlei verbreitet: Es gibt kein gemeinsames Abendmahl! Und: Margot Käßmann ist zurück: Sie ist der Star gewesen. Der Protestantismus braucht den Pop und das ist auch gut so. Wenn es um das gemeinsame Abendmahl geht und darin besonders um die Frage, wann es denn kommt, solle man vielleicht Monika Bylicki fragen. Nicht, weil sie Haushälterin eines katholischen Pfarrers ist, obwohl sie dazu bestimmt auch eine Meinung hat. Nein, die Frau kann nämlich warten! Seit 697 Jahren ist sie die erste Schützenkönigin ihrer Bruderschaft in Rheinbach (bei Bonn). Etwa so lange dauert das wohl mit dem gemeinsamen Abendmahl auch noch. Und das ist in etwa auch genauso wichtig wie die Nachricht über die Schützenkönigin. Irgendwann wird es kommen und die dabei waren werden den historischen Moment beschwören. Mir geht es da eher so wie Friederich Schorlemmer, der gar nicht von einem ökumenischen Kirchentag, sondern nur von einem „Christentreffen“ sprechen wollte. Ihm dauere das mit dem gemeinsamen Mahl entschieden zu lange. …

Vom Kreuz mit dem Amtseid und Dackeln

Da gibt es also eine Verlegenheit bei den Kirchen, wenn eine Muslima ihren ministerialen „religiösen“ Amtseid spricht. Das ist auf evangelisch.de zu lesen. Ich finde es wesentlich schlimmer, wenn die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ihren Amtseid ohne „religiöse“ Formel spricht. Kann man wirklich auf „religöse“ Begründung von Recht (als ganz und gar menschliche Angelegenheit) verzichten? Dies ist eine verfassungsrechtlich wohl nicht minder schwer zu beantwortende Frage, wie die theologische nach dem Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam. Nach dem Ökumeniker Hans Küng ist das wohl ein äußerst zu begrüßender Vorgang. Aber die Bedenkenträger sind immer schnell bei der Sache. Ich halte es da mit Hermann Barth, dem Präsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zwischen Christen und Muslimen gebe es zwar erhebliche Unterschiede beim Gottesbild und im Verständnis von Jesus Christus, doch sei der Bezug auf Gott in der Eidesformel wie auch in der Präambel des Grundgesetzes nicht exklusiv an das christliche Gottesverständnis gebunden, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Ministerin habe damit zum Ausdruck gebracht, „dass sie ihre Verantwortung in einem …

Kirche ist nicht gleich Kirche!

Heute im Deutschlandfunk in der Sendung „Kontrovers“ ging es um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. So richtig kontrovers waren die eingeladenen Gesprächsteilnehmer allerdings nicht. Herr Martin Lohmann ist ja bekanntlich bekennender Katholik, mit einer manchmal abenteuerlichen politischen Argumentationslinie. Herr Stefan Vesper sah zwar ein, dass ein Glaubwürdigkeitsproblem bestehe, man wurde aber den Eindruck nicht los, dass die Medien doch alles zu undiffernziert „hochgekocht“ hätten. Immerhin der DLF Redakteur Hartmut Kriege gab zu bedenken, dass sie die katholische Kirche in ihrem Krisenmanagment doch sehr von der Gesellschaft entfernt habe. Richtig haarsträubend (aus evangelischer Sicht) wurde es dann, als es „theologisch“ zuging: Die Kirche sei von „oben“ als göttliche Stiftung eingesetzt, durch den Stifter Christus. „Das sei nun einmal so!“ Punkt. Das nun als „theologisch“ zu bezeichnen ist schon sehr weit hergeholt. Das ist noch nicht einmal dogmatisch, sondern einfach apodiktisch. Zumal der 450. Todestag von Philipp Melanchton vor gerade einer Woche dazu Anlass geben könnte, diese Ekklesiologie (die im übrigen von nicht wenigen katholischen Neutestamentlern grundlegend anders beantwortet wird) aufs neue zu hinterfragen. In der …

Titanic Cover zur Mißbrauchsdebatte

So schnell bin ich in meinem religiösen Empfinden nicht zu erschüttern. Vor zwanzig Jahren hab ich öfter das Magazin gekauft. Über gekreuzigte Frösche und „Madonna“ als Gekreuzigte habe ich vor einigen Monaten hier schon geschrieben, ohne die Aktionen als blasphemisch zu verbannen. Das aktuelle Titanic Cover geht (selbst) mir allerdings einen Schritt zu weit. Die „spritzende“ Wunde ist das Tüpfelchen auf dem „i“, das die ganze Karrikatur als-gar-nicht-mehr-zum-Schmunzeln erscheinen lässt. Ich empfinde das auch als einen Schlag in das Gesicht der Missbrauchs Opfer! Bei facebook sollte man dieser Gruppe beitreten. Und der anderen, damit man weiß, was die denken.

Von Kirchen, Banken und Heuschrecken

„Der Spiegel“ aus Hamburg geht mit kirchlichen Themen nicht gerade unvoreingenommen um. Dazu passt auch dieser Artikel im Panorama. Da steht u.a. zu lesen: Eine Umfrage für manager magazin zeigt: Die katholische Kirche genießt in Deutschland noch weniger Vertrauen als Großbanken und Parteien. Und dem katholischen Oberhirten Robert Zollitsch wird weniger Wertorientierung zugetraut als Deutschbanker Josef Ackermann. In dem Stil geht es dann weiter. Beim nächsten mal ist die Evangelische Kirche dann wieder der Bumann. Das ist Berichterstattung nach dem Motto: Irgendetwas negatives wird schon hängenbleiben. Interessant ist, das der Ex-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann immer noch höchste Dignität in ethischer Orientierung zugestanden wird.