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Erfolg und Mißerfolg

EKiR Social Media Round Table

Reblogged: http://www.meckenheim-evangelisch.de/2013/02/16/am-puls-der-zeit/ Drei Stunden lang diskutierten 19 Teilnehmer über den kirchlichen Gebrauch der sozialen Netzwerke… Neben dem Erfahrungsaustausch über eigene Projeke, der immer sehr interessant ist, stand Grundsätzliches auf dem Programm: Wie verhalte ich mich als Amtsträger in den Sozialen Netzwerken? Wie sind Jugendschutz, Datenschutz und Inklusion zu beachten, welche Fallstricke gibt es? Dazu werden auf landeskirchlicher Ebene “Guidelines” also Handlungsrichtlinien erstellt, die in einer Rohfassung diskutiert und auf ihre Praxistauglichkeit abgeklopft wurden.

Warum wir dieses Dings 2.0 nicht verteufeln sollen. Von Dr. Gerald Fricke

Dieses Dings, früher auch Web 2.0 genannt wird in vielen (auch kirchlichen) Kreisen gerne mit Argwohn betrachtet. „Internet -Stichwort Mobbing“ in einem Atemzug. Immer. Der @ballkultur erklärt in seinem launigen Vortrag die Digitalisierung der Gesellschaft. Auf Twitter würde jetzt „Lesebefehl“ stehen. Kann man aber zur Not wohl auch mal im Blog schreiben. „Wir haben jetzt auch dieses Dings 2.0“ – Die Große Transformation zur Webgesellschaft from Gerald Fricke on Vimeo.

Neutestamentliche Schriften in der Reihenfolge ihrer Entstehung

Am Dienstag war im Periskop zu lesen, dass der Predigttext des heutigen Sonntags zu den ältesten Texten im Neuen Testament gehört. Wer auf einfache und schnelle Weise eine chronologische Ordnung der neutestamentlichen Schriften sucht, wird überraschender Weise in der „Huffington Post“ fündig. Dort kann man bequem durch die exegetisch unumstrittene Datierung der 27 Schriften des Neuen Testamentes klicken. Nun könntet ihr fragen „wozu“? Sicher nicht, um zu erörtern, welche Glaubwürdigkeit den einzelnen Schriften zukommt. (Den Text des Artikels könnt ihr getrost aussparen, da er zur hiesigen kirchlichen Diskussion nicht passt.) Interessant ist aber, dass in den frühen Schriften (also den Paulus Briefen) schon um das Jahr 50 n.Chr. traditionell geprägte Wendungen vorkommen, auf die sich die frühchristlichen Gemeinden beziehen können. Lange bevor das erste Evangelium (Markus 70 n.Chr.) verfasst wurde, gab es fest formulierte „Glaubenssätze“, auf die der Apostel zurückgreifen konnte. Wo es um die Auferstehung Jesu geht, gibt es z.B. solche vorpaulinischen Traditionen (1.Kor 15). Vielleicht muss man/frau Theologe_in sein um sich dafür zu begeistern. Vielleicht aber gefällt solch ein Blick auf neutestamentliche Schriften …

Twitter ist auch böse!

Kaum drückt man in einer Schnapslaune den „Retweet-Button“ auf Twitter und hat seine Beiträge auch noch in seinem Blog verlinkt, kann man sich vor Suchanfragen kaum retten. Als Motiv zur Suchanfrage ist Boshaftigkeit nicht auszuschließen, wenngleich im Fall des Außenministers schon einiges aufgewendet werden muss, um wirklich böse zu sein! So jedenfalls geht es mir mit einem Zitat aus den letzten Mitternachtsspitzen: Herbert Knebel brachte in seiner Rolle als Helmut Schmidt (in „Loki und Smoki“) das Zitat: „Wenn man einen Vollpfosten wie Westerwelle zum Außenminister macht, braucht das Volk nicht weniger, sondern mehr Alkohol.“ Der erste, der dieses Zitat twitterte war muehlenwind und sein tweet wurde 89 mal weiterverbreitet, u.a. auch von mir. Dass Twitter als Suchmaschine „Google“ (und die sind ja seit Street View auch böse) immer mehr abzulösen scheint, ist offensichtlich. Was ich mir zusätzlich wünschen würde wäre eine #hashtag Einbindung in den Fließtext von Blogs, dann könnte man diejenigen, die mit Kanonen auf Spatzen schießen (wie #westerwelle auf #hartzIV Empfänger) noch schneller und effizienter belangen. Dazu ist, neben den technischen Voraussetzungen, vor …

Über Unverständnis für das Religiöse an sich…

… hat Malte Lehming einen ansehnlichen Kommentar im Tagesspiegel geschrieben, der an dieser Stelle empfohlen sei: Die Debatte über den Islam, von Thilo Sarrazin entfacht und den Fehlinterpreten der Rede von Christian Wulff befeuert, wird ahistorisch geführt, aufs Nationale verengt, und sie zeugt von Unverständnis fürs Religiöse an sich. Ein Kommentar. Die drei zentralen Vorwürfe lauten, Muslime würden, erstens, das religiöse Recht, die Scharia, über das weltliche Recht stellen; zweitens sei der Islam mehr als eine Religion, er mache Politik und positioniere sich weltanschaulich; drittens sei er antiemanzipatorisch und homophob. Alle diese Vorwürfe haben einen richtigen Kern. Aber nichts an ihnen ist exklusiv islamisch. Zumindest die ersten beiden berühren das Wesen von Religion überhaupt.

Totes Baby zum Leben erweckt!

In Australien soll eine Mutter ihr totgeborenes Baby durch streicheln ins Leben zurück geholt haben. Es war eine Zwillingsgeburt und eines der Babys hatte die Geburt nicht überlebt. Nach zwei Stunden des „Verabschiedens“ hätte das Kind angefangen zu Atmen, berichtet die Mutter nun. Wir brauchen offenbar „Oster“-Erfahrungen für unser Leben. Wir wollen Hoffnung gegen den Tod. Sich eine Welt ohne Wunder vorstellen zu wollen ist unmenschlich! Das ist nicht im Sinne von Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ gemeint. Ich denke da eher an Geschichten wie diese: Markusevangelium Kapitel5 oder Lukasevangelium Kapitel 16 Vers 31 (Lk16,31) Hätte Jesus zu der Mutter gesagt: „Dein Glaube hat dir geholfen?“ (Lk8,48)

Stempelfleisch beim Metzger

Nun hat die Diskussion um die Köhler Nachfolge endlich das Niveau erreicht bei dem alle mitreden können: Darf eine „Landesmutter“ tätowiert sein, fragte sich schon vor über einem Jahr die sueddeutsche.de Nun dieselbe Frage angesichts der Nominierung von Christian Wulff zum CDU- Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Müssen wir morgen in der Bildzeitung lesen, welche Unterwäsche eine Lebensgefährtin von Herrn Joachim Gauck bevorzugt? Vielleicht Netztstrümpfe, weil Gauck der Sohn eines Seemanns ist? Da ist der Respekt vor dem Amt doch schon dahin, bevor es angetreten wurde! Ich fände immer noch Richard Schröder gut. Oder Jutta Limbach. Bei Tattoos muss ich übrigens immer an Stempelfleisch beim Metzger denken…