Pastorenstückchen

Blog eines Pfaffen

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Totes Baby zum Leben erweckt!

1 Kommentar

In Australien soll eine Mutter ihr totgeborenes Baby durch streicheln ins Leben zurück geholt haben. Es war eine Zwillingsgeburt und eines der Babys hatte die Geburt nicht überlebt. Nach zwei Stunden des “Verabschiedens” hätte das Kind angefangen zu Atmen, berichtet die Mutter nun.

Baby Hand

foto: sxc.hu

Wir brauchen offenbar “Oster”-Erfahrungen für unser Leben. Wir wollen Hoffnung gegen den Tod. Sich eine Welt ohne Wunder vorstellen zu wollen ist unmenschlich!
Das ist nicht im Sinne von Katja Ebsteins “Wunder gibt es immer wieder” gemeint. Ich denke da eher an Geschichten wie diese: Markusevangelium Kapitel5 oder Lukasevangelium Kapitel 16 Vers 31 (Lk16,31)
Hätte Jesus zu der Mutter gesagt: “Dein Glaube hat dir geholfen?” (Lk8,48)

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tattoo wird gestochen

foto: sxc.hu

Nun hat die Diskussion um die Köhler Nachfolge endlich das Niveau erreicht bei dem alle mitreden können: Darf eine “Landesmutter” tätowiert sein, fragte sich schon vor über einem Jahr die sueddeutsche.de
Nun dieselbe Frage angesichts der Nominierung von Christian Wulff zum CDU- Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten.
Müssen wir morgen in der Bildzeitung lesen, welche Unterwäsche eine Lebensgefährtin von Herrn Joachim Gauck bevorzugt? Vielleicht Netztstrümpfe, weil Gauck der Sohn eines Seemanns ist?

Da ist der Respekt vor dem Amt doch schon dahin, bevor es angetreten wurde!

Ich fände immer noch Richard Schröder gut. Oder Jutta Limbach.
Bei Tattoos muss ich übrigens immer an Stempelfleisch beim Metzger denken…

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Nina Hagen

foto: Karsten Socher (KS-Fotografie) auf flickr.com


Nina Hagen entwickelt sich immer mehr zur Glaubenskämpferin. Nun ist sie gar für Bibel TV im Einsatz. Wenn das so weitergeht wird sie bald noch als Nachfolgerin für Margot Käßmann gehandelt, die von der SPD sogar für die Köhler Nachfolge vorgeschlagen wurde. Ich räume der ehemaligen Ratsvorsitzenden allerdings keine großen Chancen ein. Eher ist es wohl so wie kopfzeiler.org sagt, dass Richard Schröder nicht zu vergessen ist. Darüber würde ich mich sehr freuen. Er wäre mit Sicherheit jemand, der in der augenblicklichen Situation die richtigen Akzente setzten könnte.

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Kirchenaustritt

foto: petra quilitz auf flickr.com

Der Bericht in unserer hiesigen Regionalzeitung kann ich nur bestätigen. Der Generalanzeiger Bonn (GA) druckt den Bericht einer katholischen Frau, die ihre Gründe schildert ihre Kirche zu verlassen und evangelisch zu werden.
In den vergangenen sechs Wochen erreicht mich ein Anruf pro Woche von ausgetretenen Menschen, die möglichst schnell wieder in eine Kirche eintreten wollen.
Von einer “Haftungsgemeinschaft” (dass also zwischen den Kirchen kein Unterschied gemacht werde) , wie Nikolaus Schneider, Präses der ekir und z.Zt. Ratsvorsitzender der EKD, sie beschreibt, kann ich nichts feststellen. An der Basis ist “evangelisch” eher im Aufwind…

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Schuetzenkoenigin

Bild: Sweet-Thing auf flickr.com

Man muss nur lange genug warten, dann wird´s auch was. Der zweite ökumenische Kirchentag hat im wesentlichen zweierlei verbreitet: Es gibt kein gemeinsames Abendmahl! Und: Margot Käßmann ist zurück: Sie ist der Star gewesen. Der Protestantismus braucht den Pop und das ist auch gut so.

Wenn es um das gemeinsame Abendmahl geht und darin besonders um die Frage, wann es denn kommt, solle man vielleicht Monika Bylicki fragen. Nicht, weil sie Haushälterin eines katholischen Pfarrers ist, obwohl sie dazu bestimmt auch eine Meinung hat. Nein, die Frau kann nämlich warten!

Seit 697 Jahren ist sie die erste Schützenkönigin ihrer Bruderschaft in Rheinbach (bei Bonn).

Etwa so lange dauert das wohl mit dem gemeinsamen Abendmahl auch noch. Und das ist in etwa auch genauso wichtig wie die Nachricht über die Schützenkönigin. Irgendwann wird es kommen und die dabei waren werden den historischen Moment beschwören.
Mir geht es da eher so wie Friederich Schorlemmer, der gar nicht von einem ökumenischen Kirchentag, sondern nur von einem “Christentreffen” sprechen wollte. Ihm dauere das mit dem gemeinsamen Mahl entschieden zu lange. Vielleicht sollte Herr Schorlemmer mal Frau Bylicki treffen…

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Da gibt es also eine Verlegenheit bei den Kirchen, wenn eine Muslima ihren ministerialen “religiösen” Amtseid spricht. Das ist auf evangelisch.de zu lesen.

foto: amras_de auf flickr.com


Ich finde es wesentlich schlimmer, wenn die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ihren Amtseid ohne “religiöse” Formel spricht. Kann man wirklich auf “religöse” Begründung von Recht (als ganz und gar menschliche Angelegenheit) verzichten?
Dies ist eine verfassungsrechtlich wohl nicht minder schwer zu beantwortende Frage, wie die theologische nach dem Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam.
Nach dem Ökumeniker Hans Küng ist das wohl ein äußerst zu begrüßender Vorgang.
Aber die Bedenkenträger sind immer schnell bei der Sache.
Ich halte es da mit Hermann Barth, dem Präsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Zwischen Christen und Muslimen gebe es zwar erhebliche Unterschiede beim Gottesbild und im Verständnis von Jesus Christus, doch sei der Bezug auf Gott in der Eidesformel wie auch in der Präambel des Grundgesetzes nicht exklusiv an das christliche Gottesverständnis gebunden, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Ministerin habe damit zum Ausdruck gebracht, “dass sie ihre Verantwortung in einem Horizont sieht, der über wechselnde und partikulare menschliche Interessen hinaus geht”.
“Die Situation in unserer religiös pluralen Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass wir bei allen Differenzen zwischen Christen und Muslimen gemeinsame Überzeugungen und Schnittmengen haben”, sagte der Kirchenamtspräsident weiter. “Wir sollten sie pfleglich behandeln.”

Bleibt nur zu hoffen, dass der Dackel der aktuellen Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger mit Namen “Dr. Martin Luther” inzwischen gestorben ist. Vielleicht hat sie aber einen neuen.
Dem kann sie dann einen Bischofsnamen geben. Die Auswahl ist im Moment jedenfalls groß… aber das wäre in der Tat ein anderes Thema.

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Heute im Deutschlandfunk in der Sendung “Kontrovers” ging es um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. So richtig kontrovers waren die eingeladenen Gesprächsteilnehmer allerdings nicht.
Herr Martin Lohmann ist ja bekanntlich bekennender Katholik, mit einer manchmal abenteuerlichen politischen Argumentationslinie. Herr Stefan Vesper sah zwar ein, dass ein Glaubwürdigkeitsproblem bestehe, man wurde aber den Eindruck nicht los, dass die Medien doch alles zu undiffernziert “hochgekocht” hätten. Immerhin der DLF Redakteur Hartmut Kriege gab zu bedenken, dass sie die katholische Kirche in ihrem Krisenmanagment doch sehr von der Gesellschaft entfernt habe.
Richtig haarsträubend (aus evangelischer Sicht) wurde es dann, als es “theologisch” zuging: Die Kirche sei von “oben” als göttliche Stiftung eingesetzt, durch den Stifter Christus. “Das sei nun einmal so!” Punkt.

Foto: evangelisch auf Flickr.com


Das nun als “theologisch” zu bezeichnen ist schon sehr weit hergeholt. Das ist noch nicht einmal dogmatisch, sondern einfach apodiktisch.
Zumal der 450. Todestag von Philipp Melanchton vor gerade einer Woche dazu Anlass geben könnte, diese Ekklesiologie (die im übrigen von nicht wenigen katholischen Neutestamentlern grundlegend anders beantwortet wird) aufs neue zu hinterfragen.

In der Confessio Augustana, die im wesentlichen aus Melanchtons Feder stammt, geht schon etwas differenzierter zu. Da ist zunächst von einer dreifachen Gestalt der Kirche zu unterscheiden: die ecclesia spiritualis (Gemeinschaft aller wahrhaft Glaubenden), die ecclesia universalis (als die Gemeinschaft aller Getauften) und dann die ecclesia particularis (die Kirchenorganisation). Erstere ist nach evangelischem Verständnis von grundlegender Bedeutung für das Kirche sein, dass sich in der Gemeinschaft aller Getauften realisiert und dann in verschiedener Art und Weise organisatorische Gestalt gewinnen kann.
Kennzeichen der Kirche (nota ecclesiae) ist das reine Verkündigen des Evangeliums und die rechte Verwaltung der Sakramente (CA VII).
Die äußere Organisation kann sich gerade nicht auf ein göttliches Recht, oder göttliche Stiftung berufen.
So ist der evangelische Kirchenbegriff vollkommen von der römisch-katholischen Auffassung zu unterscheiden, das gerade in der Einheit der Weltkirche und der Anerkennung des Hirtenamtes in der Nachfolge des Petrus eine konstituierende Grundlage sieht.
Aber selbst das könnte man differenzierter darstellen, als in einem, “das ist eben so”.
Oder man muss mit dem Einwand zurecht kommen: Das ist (nach evangelischem Verständnis) eben nicht so!
Und wer mit der katholischen Setzung von Kirche nicht zurecht kommt, muss noch lange nicht “die Kirche” über Bord werfen.
Alle diese Menschen sind eingeladen einer anderen kirchlichen Organisationsform zu folgen, ohne ihre Identität als getaufte Christen zu verlieren.
Werden sie evangelisch, aus gutem Grund!

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So schnell bin ich in meinem religiösen Empfinden nicht zu erschüttern.
Vor zwanzig Jahren hab ich öfter das Magazin gekauft.
Über gekreuzigte Frösche und “Madonna” als Gekreuzigte habe ich vor einigen Monaten hier schon geschrieben, ohne die Aktionen als blasphemisch zu verbannen.
Das aktuelle Titanic Cover geht (selbst) mir allerdings einen Schritt zu weit. Die “spritzende” Wunde ist das Tüpfelchen auf dem “i”, das die ganze Karrikatur als-gar-nicht-mehr-zum-Schmunzeln erscheinen lässt.
Ich empfinde das auch als einen Schlag in das Gesicht der Missbrauchs Opfer!
Bei facebook sollte man dieser Gruppe beitreten. Und der anderen, damit man weiß, was die denken.

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Heuschrecke Franz Münte

Foto: DerDaniel1 auf Flickr.com


“Der Spiegel” aus Hamburg geht mit kirchlichen Themen nicht gerade unvoreingenommen um. Dazu passt auch dieser Artikel im Panorama. Da steht u.a. zu lesen:

Eine Umfrage für manager magazin zeigt: Die katholische Kirche genießt in Deutschland noch weniger Vertrauen als Großbanken und Parteien. Und dem katholischen Oberhirten Robert Zollitsch wird weniger Wertorientierung zugetraut als Deutschbanker Josef Ackermann.

In dem Stil geht es dann weiter. Beim nächsten mal ist die Evangelische Kirche dann wieder der Bumann. Das ist Berichterstattung nach dem Motto: Irgendetwas negatives wird schon hängenbleiben.

Interessant ist, das der Ex-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann immer noch höchste Dignität in ethischer Orientierung zugestanden wird. weiter lesen

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Bild: vaticarsten auf flickr.com

Vor dem ökumenischen Kirchentag in München bewegt nicht nur die Frage, zu welchen Veranstaltungen Margot Käßmann erwartet wird die Öffentlichkeit, sondern auch, ob es ein gemeinsames Abendmahl geben können wird.
Allerdings wird sich diese Erwartung so schnell nicht erfüllen. Denn der eigentliche Streitpunkt ist das unterschiedliche Verständnis vom “Amt”, sprich von Priestern und Pfarrern (und besonders Pfarrerinnen).

Das hat der bayrische Landesbischof Johannes Friedrich in einem epd-Interview jüngst noch einmal bekräftigt:

epd: Ein festgefahrenes Problem ist das gemeinsame Abendmahl.
Friedrich: Da wird auch durch den Ökumenische Kirchentag keine neue Bewegung kommen. Nach katholischem Verständnis ist nur dann eine gemeinsame Eucharistiefeier mit Kirchen möglich, mit denen eine vollständige Kirchengemeinschaft besteht. Das Abendmahl wäre dann also der absolute Endpunkt der Entwicklung. Der Hauptunterschied liegt nach wie vor im unterschiedlichen Amtsverständnis: Der katholische Priester hat im Gegensatz zum evangelischen Pfarrer als geweihter Mitarbeiter des katholischen Bischofs einen anderen Stand als die Laien.

Den kirchenfernen Leser dürfte erstaunen, dass weiter lesen

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