Monate: Januar 2016

Der Salto des U.Parzany

Danke, Ulli, dass du mir einst gezeigt hast, wie wichtig es ist in der Bibel zu lesen. Sie ist mir zu einer ständigen Begleiterin geworden. Ich habe sie am Stück durchgelesen, Seite für Seite und mich an einigen Stellen tief eingegraben.

Streichholz

Nicht müde werden. Erneuerung zulassen.

foto: sxc.hu „Was den Zustand der Welt angeht, sehe ich -ehrlich gesagt- schwarz. Besonders nach den Ereignissen im letzten Jahr. Und dieses Jahr ging es schon genauso weiter“ – entfuhr es einer Synodalen der #LS2016 bei der Kaffeepause. Der helle Schein, von dem der Predigttext für den kommenden Sonntag redet, ist ihr mehr als fraglich geworden. Wer wollte es ihr verübeln? Bringt die These des Apostels Paulus, dass „durch uns Erleuchtung zur Erkenntnis Gottes“ gesehen soll, nicht einen enormen Druck? Zumal es auch noch um die „Herrlichkeit Gottes“ geht, die wir doch eher vermissen, denn vollmundig bekennen? Der Abschnitt aus dem 2.Korintherbrief will aber zu Ende gelesen werden. So erfahren wir, dass die Herrlichkeit Gottes eben keine gleißend, strahlende ist, die alle Dunkelheiten vertreibt. Im Gegenteil! Die christliche Sicht auf die Erfahrungen in der Welt werden gedeutet mit Blick auf das „Angesicht Jesus Christi“. Und das ist zunächst eins von wenig Glanz. Entbehrung, Not und Leid liegen auf diesem Gesicht und wir „tragen das Sterben Jesu allezeit an unserem Leibe“. Wer, wenn nicht die Getauften, könnte …

„Ewiges Leben“ – ein Erklärungsnotstand

Schnelle und einfache Antworten sind gefragt, besonders dann, wenn es kompliziert zugeht. Da mag man dem Predigttext aus dem 1.Johannes Brief mit Nachsicht begegnen, immerhin versucht er sich in der Beantwortung der Frage, wie sich Gottes Ewigkeit zu unserem Leben verhält. Da wir unser Leben nicht ohne das Vergehen von Zeit betrachten können, kommt eine Rede vom „ewigen Leben“ in Erklärungsnot. Was für die Rede von Gott als unverzichtbar erscheint, wird in der Übertragung auf den Menschen unvereinbar: Gott ist ewig, wir sind endlich. Gott ist im Himmel, der Mensch auf Erden. Hätten wir nicht gerade noch die Weihnachtsbotschaft im Ohr, dass Gott Mensch wird, würden wir dem vorbehaltlos zustimmen. So aber hören wir, dass Zeit und Ewigkeit einander nicht ablösen und auch nicht auseinander fallen. Wir hören es als Verheißung, die sich erfüllt hat und die sich im Glauben als wahr erschließt. Der Ort eines „ewigen Lebens“ ist darum dort, wo sich Bindung an den Mensch gewordenen Gott ereignet. Wer schnell und einfach antworten will, sagt dann auch Sätze wie: „Wer den Sohn hat, der hat …