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Vergesst den verlorenen Sohn. Lk.15 11-32

Die morgige Erzählung kennt Ihr alle. Allerdings unter einem falschen Namen. Das ist verhängnisvoll, denn die falsche Überschrift verdunkelt die Aussage der Geschichte sehr. Und so erscheint das Gleichnis Jesu in falschem Licht. „So ungerecht geht es bei Gott zu? Wie kann das sein?“, fragen viele Geschwister, die sich mit dem älteren der beiden Brüder identifizieren.„Ich war immer der ältere Bruder, habe meine Aufgaben erledigt. Meine Schwester dagegen, war wie der jüngere Bruder im Gleichnis. Durfte sich alle Fehltritte erlauben und war trotzdem immer Papas Liebling.“ Ist da nicht etwas dran? Handelt Gott (als Vater) im Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ nicht geradezu ungerecht? Sicherlich, wenn der „verlorene“ Sohn die Hauptperson wäre, um die es geht. Aber, die ist er nicht! Und auch „verloren“ ist der jüngere Sohn nicht. Jedenfalls nicht für den Vater. Der freut sich vielmehr bis über beide Ohren, dass eine tote Beziehung wieder lebendig wird. Sie wird es nicht durch das Handeln der Söhne, sondern durch die Güte des Vaters. Streicht deswegen die Überschrift in Lk. 15,11-32 durch und schreibt daneben: „Vom gütigen Vater“. Und freut Euch dann, denn Gott freut sich an Euch.