Monate: April 2015

Mit Joh. 15 um die Ecke gedacht.

Photo Credit: s.r.shemul via Compfight cc Der morgige Sonntag trägt den schönen Titel „Jubilate“- Jauchzet, frohlocket und ist dem Psalm 66 entnommen. Beim dazu gehörigen Predigttext aus dem Johannes Evangelium, muss man schon etwas um die Ecke denken, um die kirchenjahreszeitliche Thematik zu ergründen.  Jesus bezeichnet sich als „Weinstock“, seine Jünger sind die „Reben“. Die Rede ist eingebettet in vier Kapitel des Evangeliums die sogenannten Abschiedsreden. Eigentlich liegt die Passionszeit hinter uns, jetzt schon wieder Abschied? Etwas Klarheit bringt der Wochenspruch: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Kor 5, 17) Schließlich wird auch noch die Schöpfungsgeschichte aus 1.Mose 1 als alttestamentliche Lesung zu Gehör gebracht. Tenor ist: Durch die Auferstehung Jesu ist alles neu geworden! Gerade so, wie zu Zeiten der Erschaffung der Welt. Heute soll entdeckt werden: Ihr seid dabei! Die Auferstehung ist nicht allein Gottes Handeln an Jesus. Gott will Euch viel mehr dabei haben. Wie Zweige zieht Ihr Euren Lebenssaft aus diesem Stamm. Darum freut euch, singt, trällert, lebt! Und denkt …

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? NIEMAND! Joh.10,11-16

Photo Credit: kama17 via Compfight cc Erfahrene Kirchenbesucher werden morgen sagen: „Kenn ich, Motiv des Sonntags ist klar. Ist mir bekannt, seit langem: Gott ist wie ein Hirte. Er hilft. Er sucht. Er rettet.“ Weniger kirchlich sozialisierten Menschen fällt beim Hirten eher die Heidschnucke aus der Lüneburger Heide ein. Und auch Teenager denken eher an das Leiden der Schafe auf australischen Farmen und das Engagement von Tierschutzorganisationen. Gut: An Weihnachten, war auch irgendwas mit Hirten. Nicht nur das Bentheimer Landschaf ist in Vergessenheit geraten, auch der Hirte ist zum Schafzüchter geworden. Die Kirchliche Rede vom „Pfarrer und seinen Schäfchen“ trägt ebenfalls dazu bei das Hirtenmotiv zu verdunkeln.    Dabei gibt es etwas unerhörtes zu entdecken: Kein Hirte lässt sein Leben für die Schafe! Das tut nur der „gute Hirte“. Dieser ist einzigartig. Weil er sein Leben lässt, kennt er das finstere Tal in dem jegliches Schäfchen-Idyll endet. Und er freut sich, wenn seine Herde, darüber hocherfreut, blökende Bocksprünge macht und auf die Frage „Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ erwidert: „NIEMAND!“