Monate: Dezember 2014

Lk 1, 46-55 am 4. Sonntag im Advent

Voll des Lobes ist da jemand im Predigttext für den morgigen 4. Sonntag im Advent. Die Freude gibt den Ton an, weil Hoffnung auf Veränderung sich breit macht. Nicht die Lauten haben das sagen die, die voll des eigenen Lobes grölend auf die Straßen ziehen und wollen, dass alles bleibt wie es ist. Die junge Maria freut sich darüber, dass eine Umwertung aller Werte unmittelbar bevorsteht: „Die Gewaltigen werden vom Thron gestoßen und die Niedrigen erhöht. Die Reichen werden leer ausgehen, während die Hungrigen gesättigt werden.“ http://www.ekir.de/url/P54 Veränderung macht sich breit. Kein Grund ängstlich zu sein, auch nicht für besorgte Bürger. Nehmt euch ein Beispiel an Elisabeth. Sie hatte allen Grund sich mit ihrem Mann in der Rentner Wohnung zu verschließen und nichts mehr zu erwarten. Denn ihr sehnlichster Wunsch würde niemals mehr in Erfüllung gehen. Tat er dann aber doch. Ein Licht ging beiden auf, aus der Höhe, damit es erscheine denen, die in der Finsternis sitzen und richte die Füße auf den Weg des Friedens. (V.79). Diesen Weg soll man loben.

Es tut sich etwas! 3. Advent über Mt.11,2-30

Eine Botschaft, die selbst durch dicke Gefängnismauern dringt: „Es tut sich etwas!“ Nur kann sich der Insasse selbst kein eigenes Bild von den Geschehnissen dort draußen machen. Also schickt er Gefolgsleute aus. Sie sollen Gewißheit bringen: „Bist du es, der da kommen soll? Oder müssen wir auf jemand anderen warten?“ Die im Matthäus Evangelium überlieferte Szene ist Advent 0.0. http://www.ekir.de/url/DaJ Eine Ersterwartung, ob sich Gottes Verheißung in Jesus tatsächlich erfüllen wird, oder ob die Zeit noch nicht reif ist. Der morgige Predigttext entfaltet seine Freudenbotschaft erst dann richtig, wenn der rote adventliche Reset-Knopf gedrückt wird: Alles auf Null! Neu hören, wie die ersten Jünger hören. Zweifeln, ob es wirklich wahr sein kann, dass der, der da kommt wirklich zu den Unvorbereiteten kommt. Zu denen, die am Rand stehen, die keine Beachtung finden, deren Stimme nichts gilt (V5). Wehe dir, Kirche, du vergisst an wessen Seite du zu stehen hast. Sein Weheruf erginge auch an dich. Foto: Knut Dahl

Qualvolles Warten auf Taifun Hagupit

Beim Blick auf den morgigen Predigttext zum zweiten Advent geht mir nicht aus dem Kopf, wie die Verse aus dem Lukasevangelium dort gehört werden, wo ein Wirbelsturm erwartet wird. (Lk 21,25-33) http://www.ekir.de/url/X6w „Und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.“ (V25+26) Ich bleibe bei den Bildern des qualvollen Wartens auf Taifun Hagupit hängen, dort wo schon vor gut einem Jahr Haiyan wütete. http://www.ekir.de/url/Wwe Ich falte die Hände:„Gott, wir werden mit erschütternden Nachrichten konfrontiert. Wir vertrauen dir die Not der Menschen auf den Phillippinen an. Hilflos und ohnmächtig sind wir und wissen doch: Du sprichst auch dort dein ICH-BIN-DA! Wir trauen deinen Verheißungen. Verwandle qualvolles Warten in hoffnungsvolles Warten. Erbarme Dich.“

Clown Gottesdienst? Nur mit Hanns Dieter!

Holla, was es nicht alles an Gottesdiensten gibt! Von A wie Abendmahl bis Z wie Zielgruppengedöns. Dazwischen Twitter- und Tiergottedienste neben Trauung und Taufe. Bei allem gilt zu fragen, was dahinter steckt. Manchmal allerdings, steckt nichts dahinter, jedenfalls nichts geistreiches. So z.B. an einem Clown-Gottesdienst zu Weihnachten. Man muss die Ziele nur tief genug hängen: „Das Weihnachtsgeschehen wird durch das ungewohnte Auftreten eines Clowns und seine neugierigen Fragen neu und und anders verständlich.“ Ich nehme mit: Ronald McDonald hat jetzt auch seinen festen Platz in der Weihnachtsgeschichte gefunden. Er und der Weihnachtsmann ergänzen sich ausgezeichnet. Denn bekanntlich hält Essen und Trinken Leib und Seele zusammen: Was Coca Cola mit dem Weihnachtsmann geschafft hat kann Kirche mit Ronald MacDonald schon längst http://t.co/DCdvY41DqU #wtf #fb — knuuut (@knuuut) December 1, 2014 Darum: „Wir bitten Gott… Wir bitten Gott, den Allmächtigen, er möge uns behilflich sein: dass wir Weihnachten nicht wie Karneval feiern, dass wir das Wunder von Bethlehem nicht mit einem Musical plus Domführung plus Reeperbahn plus Hafenrundfahrt und Rhein in Flammen verwechseln, sondern dass wir die …