1.Petrus 4,7-11

Besonnenheit ist harte Arbeit! Schnell noch ein kurzer Kommentar hier, ein Tweet da. Wer unbesonnen postet, geht das Risiko ein direkte und auch harte Erwiderung einstecken zu müssen. Das Leben anderer Menschen mit allen seinen Eigenheiten, Schwächen, Stärken zu ertragen und notfalls auch zu tragen, ist schwer. Allerdings gehört auch das zur harten Arbeit der Besonnenheit, dass wir die Stimme erheben, wo respektloser Umgang um sich greift. Die Betonung gegenseitigen Ernstnehmens gerät allerdings mitunter zu einem wahrhaften Kraftakt. Den anderen neben sich gelten lassen und ihm sogar mehr gelten zu lassen als sich selbst – das ist das, was der Schreiber des Petrusbriefes der Gemeinde aufträgt. Auch der Umgang unter Christinnen und Christen ist kein Kinderspiel. Das ist jüngst wieder zu beobachten, wenn friedenspolitische Welten aufeinander prallen. Die Meinung des anders Denkenden in der Kirche zu ertragen und notfalls über Abgründe hinweg zu tragen, Auseinandersetzungen zu ertragen und zu fördern, das ist harte Arbeit und bleibt Aufgabe der Kirche. Bis „das Ende aller Dinge“ gekommen ist.

Photo Credit: MDGovpics via Compfight cc
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