Monate: Juni 2014

Der Haupttext des Judentums – das Sch’ma Israel (5.Mose 6,4)

„Der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer.“ So heißt es im Predigttext für den morgigen Sonntag. Damit wird inhaltlich an das Thema des letzten Sonntages (Trinitatis) angeschlossen: Dreieinigkeit. Der Haupttext des Judentums – das Sch’ma Jisrael (5.Mose 6,4)– wird zugrunde gelegt und damit zugleich die enge Verbindung von Judentum und Christentum betont. Das „Sch’ma Jisrael“ (Höre Israel) ist ein Glaubensbekenntnis, wird als Morgen- und Abendgebet gesprochen. Jedes Kind kann es auswendig, so wie das Vater-Unser-Gebet. Dabei ist der Text eigentlich kein Gebet, weil nicht Gott (JHWH) angesprochen wird, sondern die Gläubigen. Gleichwohl geht es um ein Beziehungsgeschehen. Es geht um die Beziehung zwischen Israel und seinem Gott. Bestimmende Kraft in dieser Beziehung aber ist die Liebe. So wie Gott sein Volk liebt, soll er von „ganzem Herzen und mit aller Kraft“ geliebt werden. „Schreibt Euch das hinter die Ohren“ (V.8+9). Denn der täglich Umgang mit Liebeserklärungen ist wichtig. Darum: Höre Christenheit, der Gott Israels ist unser Gott. Gott allein! jacinta lluch valero via Compfight

Trinitatis heißt Dreieinig nicht Dreifaltig

Der morgige Sonntag hat einen folgenschweren Namen: Trinitatis. Die nächsten 20 Sonntage werden nach ihm abgezählt. Bis zum 2.November. Offenbar ist dieses Fest wichtig. Theologisch bedeutsam ist es auf jeden Fall. Denn wenn der christliche Glaube Gott bekennt, tut er dass indem er ihn als Gott den Vater, Gott den Sohn, und Gott den Heiligen Geist erkannt hat. In der Beziehung dieser drei „Personen“ zeigt sich Gottes Wesen und es zeigt sicht vor allem, dass „Gott“ kein statischer Begriff, sondern lebendiger Austausch ist. In der Bezogenheit dieser drei zeigt sich eindeutig Leben. Und Eindeutigkeit meint gerade nicht „Dreifaltigkeit“. In der Geschichte von Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiligem Geist zeigt sich vielmehr die Einheit Gottes. Ein einziger, in sich selbst nicht abgeschlossener, sondern lebendig und allem Lebendigem zugewandter Gott. Wenn ihr diesem Fest mit dem folgenschweren Namen einen Dienst erweisen wollt, der die EINIGKEIT Gottes betont, schreibt eine kurze Notiz an die Herausgeber des liturgischen Kalenders der ekir mit dem Hinweis, dass der Begriff „Tag der Dreifaltigkeit“ eine höchst unangemessene Bezeichnung des Festes der …

Pfingstsonntag Römer 8, 1-12

„Lasst euch nicht länger einreden, es seien die Zwangslagen in denen ihr steckt, die euch das Leben schwer machen. Seit Jesus Christus auferweckt wurde, hat er auch euch gezeigt, dass nicht alles den Bach runter geht und in der Katastrophe endet. Für euch als Christen gilt, dass ihr dafür nicht belangt werden könnt. Vor Gott nicht und auch nicht vor den Menschen. Denn wenn gilt, dass ihr euch voll und ganz auf Gottes Geist verlassen könnt, werdet ihr für die Gerechtigkeit und das Leben einstehen. Ihr seid nicht allein, sondern eure Geschwister leben aus derselben Zusage. Macht was draus, denn Pfingsten zeigt, dass alle, die sich auf Gott verlassen seine Töchter und Söhne sind. Gottes Geist macht Mut gegen die Angst.“ Falls ihr überprüfen wollt, ob das eine einigermaßen gelungene Paraphrase des Predigttextes für den morgigen Pfingstsonntag ist: http://www.ekir.de/url/3Tp EladeManu via Compfight