Monate: April 2014

Lauf um dein Leben. Hebräer 12,1-3

„Lauf um dein Leben!“ Auch wenn heute noch kein Tatort Abend ist. Es geht um Leben und Tod. Im Predigttext für den morgigen Sonntag geht es genauer gesagt um einen zähen, mühsamen Lauf. http://www.ekir.de/url/DQ3 Und es geht um die, die am Straßenrand stehen und anfeuern. Ganz so wie bei einem Marathon, wenn einen zwischen km 33 und 38 die Kraft verlässt. Der Schreiber des Hebräerbriefes gibt die Losung aus: „Durchhalten, Ballast abwerfen und das Ziel fokussieren!“ Leichter gesagt, als getan. Dennoch: Die vielen unterschiedlichen Christinnen und Christen aus den vergangenen Jahrhunderten sollen mit ihrem Vorbild hinweisen auf Jesus. Auf den „Anfänger und Vollender des Glaubens“. Auf ihn, der den Glauben weckt und der zugleich Inhalt des Glaubens ist. Steil und dornig ist der Pfad und kein Licht am Ende des Tunnels, Passionszeit eben. Lauf um dein Leben. Gott wird dir helfen mutig zu bleiben und nicht aufzugeben. Jeff Laitila via Compfight

IT-Strategie in der ekir

Am 3.4.2014 wurde im Haus der Kirche in Bonn eine „Uraufführung“ gestartet, so Dr. Johann Weusmann. Diese Uraufführung möchte, vor einem gesetzgeberischen Verfahren in den einzelnen Regionen der Landeskirche, die Akzeptanz ausloten und Anregungen einsammeln. Offenbar will man landeskirchlicherseits anders vorgehen als bei der Einführung des neuen kirchlichen Finanzwesens. Die Veranstaltungen fand ich durchaus gelungen, wie man auf dem Blog von Ralf Peter Reimann nachlesen kann. Allerdings bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sich meine Kollegen (nur maskulinum!) an vorgegeben Vereinbarungen halten können. Die Struktur des Abends -Vortrag, Murmelphase, Verständnisfragen, Anregungen und Kommentare- war eigentlich einfach zu verstehen, dennoch scheint es schwierig zu sein die eigene Erfahrung/Meinung von reinen Verständnisnachfragen abzukoppeln. So hub etwa ein Kollege mit der steilen Wertung an, der Vortrag des IT-Betriebswirtes Rene Rausch habe etwas „mystisches“ gehabt. Wohlgemerkt: Es ging um Verständnisfragen! Der Redner hatte mehrfach betont, dass man von einem fertigen Konzept noch weit entfernt sei, und dass es darum ginge gewissermaßen visionär einen Blick darauf zu richten, was in den nächsten Jahren an Umgang mit IT immer mehr …

Kreuz statt Krone. Hebräer 13,12-14

Einfach mal raus gehen. Abstand gewinnen, zu sich kommen. Die kirchlichen Bußzeiten laden dazu ein. Die Passionszeit erst recht, auch wenn der sich -in diesem Jahr mit besonderer Macht- einstellende Frühling die Fokussierung auf Leiden mit tödlichem Ausgang nicht gerade fördert. Dennoch: Hinausgehen und die „Schmach ertragen“, dazu lädt der Predigttext des morgigen Sonntags Judika aus dem Hebräerbrief ein. Auch wenn dort ein Leiden mit Jesus gemeint ist, der „draußen vor dem Tor“ die Schmach ertragen hat, liegt in diesen Tagen auf der Hand, dass auch seine Kirche offenbar mit Schmach und mit Spott überzogen werden kann. Ob das nun in Talk-Shows oder satirischen Wochenrückblicken passiert: Doppelsitzige Badewannen und bestellte Luxuskarossen eignen sich dazu ausgezeichnet. Nur ist diese Art des Ertragens gerade nicht gemeint. Bei den Ausgestoßenen und Ausgrenzten, den Entwurzelten, da soll die Kirche Jesu Christi stehen, nicht bei denen, die die Insignien der Macht tragen. Der Kirchenvater Johannes Crysostomos hat einmal dazu aufgerufen „das Kreuz wie eine Krone zu tragen“. Vielleicht muss heute daran erinnert werden, dass die Kronen besser im Museum aufgehoben …