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Das „liebe Jesulein“ wird etwas grantig. (Mt.6,19-23)

Die Erntekronen sind fertig gebastelt. Am Sonntag ziehen die Kindergarten Kinder damit geschmückt, den Handkarren mit Gemüse und Obst gefüllt, in die Kirche ein.
Und dann kommt Jesus und macht alles kaputt! „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen.“ (Mt. 6,19)
Das „liebe Jesulein“ wieder einmal grantig? Ich denke: Ja. Und es wird nicht helfen, die Grantigkeit aus dem Predigttext des kommenden Sonntags irgendwie beschwichtigend herausbringen zu wollen, auch wenn V.25 „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ nicht mehr zum Predigttext gehört.
Jesus, wie Matthäus ihn uns zeigt, meint es ernst mit dem Downshifting: „Weniger ist mehr“! Jeder Spiritualisierung dieses Gedankens muss entschieden widerstanden werden. Denn Reichtum bindet das Herz und macht unfrei.
Feiert mal Erntedank, in dem Ihr etwas lasst. Dann fällt vielleicht sogar das Danken einfacher.

foto: sxc.hu

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2 Kommentare

  1. knuuut sagt

    Pilgerwandern im Herbstregen. Ein schönes Bild. Ich schaue auf meine Pilgerurkunde von Santiago de Compostella und bedaure im August auf dem Camino gewesen zu sein. Galizien im Herbst, das muss noch mal sein! Danke für die Erinnerung, Karlo.

    Gruß

    Knut

  2. „Downshifting“ – ein schönes Wort gelassen ausgedrückt. Und den Reichtumsverzicht verstehen die Menschen in Limburg zur Zeit gewiss auch nicht als etwas spiritualisiertes.
    Ich denke auch die ganze Zeit darüber nach, ob Menschen (und Christen im Besonderen) nicht zurück zu den Erlebnissen des elementaren Lebens zurück müssen. Also nicht Hotelurlaub am Sonnenstrand sondern Pilgerwandern im Herbstregen.

    Herzliche Grüße, Karlo

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