Monate: Juni 2013

Linkliste zum Social Media Abend „Twitter Facebook und Co“

Den 27 Teilnehmern des Abends am 27.6.2013 in der Friedenskirche in Meckenheim sei folgende Linkliste empfohlen: Wir sprachen über: -selbst gehostete Webseiten mit folgender Software –WordPress –Drupal –Joomla pastorenstueckchen.de empfiehlt WordPress 😉 Anbieter von Webspace sind mannigfaltig als Beispiele mögen dienen: –Domainfactory –Hosteurope –Uberspace Folgende Social Media Plattformen können z.Zt. als etabliert und damit potentiell bespielbar angesehen werden: –Facebook –Twitter –Google Plus Für die Bereitstellung von Fotos eignen sich besonders: –Flickr –Instagram Für Videos: –Youtube –Vimeo Lässt sich der Webauftritt nicht vollständig neu planen kann ein Blog relativ einfach auf folgenden Plattformen eröffnet werden: –WordPress.com –Tumblr Außerdem ist es schön, wenn man eine Kirche(gemeinde) auch auf –Google Places und –Foursquare findet Grundthese war: Social Media ist die Bereitschaft zur Kommunikation im Internet. Diese Bereitschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Kirchengemeinden sollten sich dieser Bereitschaft nicht verschließen. Es gibt mehr zu gewinnen als zu verlieren. Straßenverkehr ist übrigens sehr gefährlich und das Telefon hält immens davor ab anderen Menschen einen Besuch abzustatten. Ein Handy und/oder Tablet mit einer Internetverbindung erleichtert den Einsatz „en Passant“ erheblich. Apfel …

Epheser 2 und Tine Wittler

Einsatz in 4 Wänden, damit ist nach 10 Jahren Schluß. Tine Wittler geht. Genug gebaut, geweint, geschrien und gejuchzt. Zum Schluss wollte keiner mehr zuschauen. Der Traum vom zu Hause sein ist ausgeträumt. Nicht zu allen kann Tine kommen und die Wohnung schön machen. Und noch schlimmer: Immer muss sie auch wieder gehen und das neue Domizil den Eigentümern überlassen. Die gute Fee geht, der Alltag kommt. Welcher Geist durchweht nun die frischen Räume? Eine Frage, die der Predigttext für den kommenden Sonntag zu beantworten sucht. http://www.ekir.de/url/4uw „Durch Christus, den Eckstein, werdet auch ihr eingefügt und zu einer Wohnung, in der Gott durch seinen Geist lebt.““ Bei Gott zu Hause sein darauf kommt es an. Wir gehören zu Gottes Familie. Gott möchte nicht ohne uns sein. Auch wenn man Tine Witler vielleicht gerne das ein oder andere Kirchenzentrum überlassen würde für „pimp my church“ ist Gott selbst verantwortlich. Er hält den ganzen Bau zusammen.

Joh. 8, 3-11 „Wir sind alle kleine Sünderlein…“

„Wir sind alle kleine Sünderlein, 
’s war immer so, ’s war immer so. 
Der Herrgott wird es uns bestimmt verzeih’n, 
’s war immer, immer so“. Vermutlich hat der Predigttext für den kommenden Sonntag aus dem Johannesevangelium zu diesen Liedzeilen einiges beigetragen. Vielleicht aber ist das auch nur das Kompendium des rheinisch-katholischen Brauchtums nach Art des Willy Millowitsch. „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen“ – ist auch ein in die Volksseele eingegrabener Satz. Doch was scheinbar so harmlos daher kommt, birgt bei näherer Betrachtung gewaltigen gesellschaftlichen Sprengstoff: „Wo kommen wir denn hin, wenn die Gebote für unser Zusammenleben nicht mehr in Geltung bleiben?“ „Familie ist dann, wenn….“ Jesus setzt geltendes Recht außer Kraft. Er setzt Vertrauen gegen Strafe und Einsichten gegen Tatbestände. Er sagt: „Sieh hin: Es gibt zwischen „gut“ und „böse“ eins: Das ist Leben! Und es ist kompliziert. Jeder verheddert sich drin. Aber es gibt Hoffnung: Denn Glaube lebt nicht von Sicherheit, sondern von Vertrauen. Schenkt euch dieses Vertrauen gegenseitig, Tag für Tag. Ihr werdet merken: Es wächst, in Euch und …

„Pfarrer geben Auskunft“

Wer eine Pfarrerin oder eine Pfarrer sucht, um eine Auskunft -etwa zu einer Taufe oder Trauung- zu erhalten, ist bei der zuständigen Kirchengemeinde vor Ort sicher an der richtigen Adresse. Verläuft die Auskunft nicht zufriedenstellend oder ist die Antwort lieblos, wendet man sich heute natürlich an die Suchmaschine seiner Wahl. Als ich einen Anruf aus 400 km bekam, war ich doch sehr überrascht. In der Tat war die Problemlage bei der genannten Amtshandlung vielschichtig. Auf die Frage, wie denn der Weg zu meiner Telefonnummer zu Stande gekommen sei, wurde geantwortet: „Ich habe ‚Pfarrer Auskunft‘ in google eingegeben.“ In der Tat führt die (ausgeloggte!) Suche zu einer sehr merkwürdigen „Restseite“ eines alten Internetauftritts von http://www.meckenheim-evangelisch.de Das ist unschön. Nicht etwa, weil das Design des PDF schon zu Erstellungszeit gewöhnungsbedürftig war, sondern vielmehr, weil die Suchbegriffe nicht zu einer wirklich tauglichen Auskunftsstelle der evangelischen bzw. katholischen Kirche führen. Für alle, die nach Informationen suchen, die bei den Kirchengemeinden vor Ort nicht zu bekommen sind, bietet sich an, entweder bei http://www.katholisch.de/ oder bei http://www.ekd.de nachzuschauen. Und wer überhaupt …

Jesus ist keine „moralische Instanz“ Lk.19,1-10

Die Klage über den Zustand „der Kirche“ (oder auch die Zustände „der Gesellschaft“) reißt nicht ab. Immer wieder stößt man auf Sätze wie: „Es fehlt eine moralische Instanz, die in einer komplexen Welt Leitlinien vorgibt.“ Der Predigttext für den kommenden Sonntag aus dem Lukasevangelium http://www.ekir.de/url/KQP macht deutlich: Jesus will so eine moralische Instanz nicht sein. Seine Botschaft verhält sich quer zur gängigen Deutung von Erlaubtem und Verbotenem. Der kleine Mann, soll herunter vom Baum. Nichts muss er vorweisen. Keine Vorleistung. Im Gegenteil, jeder kannte seine Verstrickung in den Handel mit der Bestechlichkeit. Auch Buße fordert Jesus nicht. Was zu sagen ist, das geschieht. Sie kehren ein. Eine Provokation für alle Hüter moralischer Instanzen. Zuerst kommt das Evangelium. Mit Moral-Predigten steigt keiner vom Baum, selbst Katzen nicht. Die Liebe allein bringt es. Und diese Liebe gibt. Sie nimmt nichts, aber sie befreit zu geben. Wenn es nötig ist vierfach.

Jürgen Marcus schreibt keine Emails

Zum Pfarrkonvent mit @ralpe über Social Media: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, schalala Schalalalala.“ –So könnten einst die Jünger am Ostermorgen gesungen haben, oder doch besser zu Pfingsten? „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, die Botschaft kam an. Damals zu Ostern in Jerusalem und in den Hochzeiten des deutschen Schlagers. Mitte der 70er war das. Heute versucht der Schlagersänger, der damals Millionen erreichte, der guten alten Zeit neuen Glanz zu verleihen. Und das funktioniert am Besten dann, wenn man technischen Neuerungen und Veränderungen höchst skeptisch begegnet. Jürgen Marcus also (die mit der Dieter Thomas Heck verkorksten Kindheit werden sich wohl erinnnern) Jürgen Marcus bekennt neuerdings: „Ich habe noch niemals eine Email geschrieben!“ Das ist eigentlich vom Nachrichtenwert geradezu belanglos, denn keiner hat wohl wirklich auf dieses Geständnis eines 64 jährigen gewartet, zumal andere Männer in diesem Alter ja meistens durch erneute Zeugungsakte auffallen. Und doch ist dieses „Bekenntnis“ von Öffentlichkeitswirksamer Warte aus betrachtet geradezu genial: Zum einen gibt er den eingeschworenen Fans aller Altersgruppen in ihrer Lebensweise Bestätigung. Denen also, …

Jesaja 55,1-3

Wenn jemand als „marktschreierisch“ bezeichnet wird, ist das meistens nicht sehr schmeichelhaft. Es sei denn, es handelt sich um einen Verkäufer auf einem Wochenmarkt. Von ihm wird das sogar erwartet. Der darf das. Im Predigttext für den kommenden Sonntag, stellt der Prophet Jesaja Gott als jemanden vor, der sich auf den Markt begibt. Dort hat Gott nichts Besseres zu tun als sein Wort anzupreisen. Und die Preise für seine „Ware“ sind äußerst günstig. Sein Wort ist auf dem „Markt der religiösen Möglichkeiten“ sogar gratis zu haben. Die damaligen potentiellen Käufer schreckt das dennoch ab: „Was nichts kostet, ist nichts wert!“ „Kauft ohne Geld ein!“ –wo bleibt da der Spaßfaktor? Alle Unterschiede werden eingeebnet, alle Differenzen aufgehoben. Plötzlich ist jeder gleich vor einem Gott, der als Marktschreier daher kommt. Sich das gefallen zu lassen ist schwer. Es nötigt zum Umdenken. Es ruft zur Umkehr. Und dennoch: Wer diesen Marktschreier hört wird leben!