Monate: Mai 2013

Matthäus 9, 35-39

Ist denn heute schon Erntedank? Wem beim Lesen der Predigttextes für den kommenden Sonntag solche Gedanken kommen, hat sie nicht zu Unrecht. Schließlich sind auch die Erntehelfer genannt, deren Aufgabe das Einfahren des Geernteten ist. Dass „Ernte“ im vorliegenden Abschnitt des Matthäus Evangeliums für ein „Weltgericht“ am Ende der Zeit steht, erschließt sich nicht von selbst. Dass nahe herbeigekommene „Himmelreich“, so die Botschaft des Evangelisten, wird am Ende die Unterscheidung von Gut und Böse bringen. Dann wird Klarheit herrschen, auch im Hinblick auf Erlösung und Verdammnis. Dass Klarheit erst am Ende der Zeit herrschen wird, bewahrt menschliches Urteilsvermögen vor Absolutheitsanspruch. Und es verdeutlicht: Ein „alles wird gut“ springt zu kurz. Wir haben Hoffnung auf Erlösung durch das Gericht hindurch, nicht aber an ihm vorbei. Was sonst noch über Gericht zu sagen wäre, muss warten, bis es wieder Karfreitag und Ostern ist. Vorher jedoch kommt wirklich Erntedank.

4.Mose 6,22-27

Er wird Euch bekannt vorkommen der Predigttext für den nächsten Sonntag. Denn in jedem Gottesdienst wird als Schlußsegen gesprochen. http://www.ekir.de/url/mE9 Gesprochen ist aber eigentlich zu wenig gesagt. Denn im Segen handelt Gott an uns: -Er tut das, indem er uns „behütet“, also vor Leben zerstörenden Mächten schützt, die uns jeden Tag treffen könnten und denen wir ohnmächtig und hilflos ausgesetzt sind. -Er tut das, indem er „sein Angesicht leuchten“ lässt und „gnädig ist“. Gott sieht uns als gut an, freundlich, nicht abweisend oder zornig. Er meint es gut mit uns auch dann, wenn wir allen Anlass geben, dass er es böse mit uns machen könnte. Das will er aber nicht. Denn so hat Beziehung keine Zukunft. Und auf Beziehung kommt es Gott wesentlich an, wenn er uns anschaut. -Er tut das, indem er sein „Angesicht auf uns erhebt“ und „Frieden“ schenkt. In hebräischem Denken umfasst dieser Frieden alle unsere Lebensbereiche; die zu den Menschen und die zur gesamten Schöpfung. Alles soll neu, alles soll miteinander in Kontakt bleiben. Dieser Segen wird uns zugesprochen. Und mit …

Facebook, Twitter & Co. Information mit Einblick in Technisches, Chancen und Möglichkeiten

„Überlegen Sie als Gemeinde in sozialen Netzwerken aktiv zu werden? Wollen Sie Angebote wie Facebook und Twitter nutzen? Haben Sie bereits erste Erfahrungen darin gesammelt? Dann ist dieses Fortbildungsangebot für Sie gedacht: Anhand von Beispielen stellt Knut Dahl die Möglichkeiten der Social Media für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit vor. Dabei geht es auch um medienrechtliche Fragen und Guidelines für die (kirchlichen) NutzerInnen. Knut Dahl gehört zum ekir-Facebook-Team und ist zudem auf Twitter aktiv. Der evangelische Pfarrer zählt zum AutorInnenteam des soeben erschienenen Handbuchs „Social Media in der Gemeinde“. Das kostenlose Angebot zum Thema Social Media findet am Donnerstag, 27. Juni, von 18 bis 19.30 Uhr in der Friedenskirche Meckenheim, Markeeweg 7, statt. Anmeldung bei der Pressereferentin des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel unter pressereferat-bgv@ekir.de, Telefon 0228 30 787 12.“ Quelle: http://www.ekir.de/BadGodesberg-Voreifel/service/pressereferat.php

Demokratisierung des Heiligen Geistes nach Numeri 11

Pfingsten – eine Not am theologischen Horizont zieht heran! Selbst das apostolische Glaubensbekenntnis gibt sich einsilbig: „Ich glaube an den heiligen Geist.“ Punkt. Da verwundert es nicht, angesichts der Ausgießung des Geistes und den verzückenden Folgen wie von einer Party zu reden. Schließlich hat „die Kirche Geburtstag“. Der Predigttext für den kommenden Sonntag weiß mehr zu berichten: http://www.ekir.de/url/YUB Dem Mose wird die Verantwortung für das durch die Wüste wandernde Volk zuviel. Er droht unter der Last zu zerbrechen. In einem Gespräch mit Gott bittet er um Veränderung. Was folgt ist nicht mehr und nicht weniger als eine Demokratisierung des Geistes. Von Mose „wandert“ der Geist Gottes „hinüber“ auf siebzig Älteste. Dort zeigt er seine Anwesenheit, so dass Moses aufatmen kann. Verantwortung wird geteilt. Keiner muss mehr Lasten tragen, die für zu schwer für ihn sind. Das ist ein Grund zu feiern. Punkt.

Joh.14,15-19 mit Wolfgang Petry

Ein gemischter Chor, 12 Männer und etliche Frauen, sitzt in Jerusalem in einem Hinterzimmer und singt Lieder von Wolfgang Petry. Ein Refrain hat es ihnen besonders angetan. Sie singen ihn immer wieder: „Verlieben verloren vergessen verzeihn verdammt war ich glücklich verdammt bin ich frei ich hatte doch alles alles was zählt aber ohne dich leben – jetzt ist es zu spät.“ Dies war der Anlass für den Evangelisten Johannes im Predigttext für den kommenden Sonntag http://www.ekir.de/url/JYp folgendes zu betonen: „Jesus lässt dich nicht zurück. Kein Grund zum Wehklagen. Nichts ist zu spät. Er ist nicht weg. Er ist hier, bei dir und er hat dir etwas dagelassen: Seine Anwesenheit! Sie tröstet, sie macht Mut, sie lässt leben.“ „Ich lebe und ihr sollt auch leben“ (V.19) – das ist kein Vermächtnis, sondern der Beginn eines Weges, der vertrauensvoll in die Zukunft blickt. Denn in Liebe hat alles begonnen und in ihr endet es auch. Gottes Geist zeigt und diese Wahrheit und macht uns zugleich ihrer gewiss.