Monate: April 2013

Deutscher Evangelischer Kirchentag in Hamburg 2013

In einer Woche geht er los, der Kirchentag in Hamburg. Ich muss zugeben, dass ich nicht ein Fan von Großveranstaltungen bin. Viele, ganz viele Menschen auf engem Raum, das ist nicht so mein Ding. Eine gut gefüllte Kirche reicht mir. Als sehr angenehm würde ich einen Livestream von Veranstaltungen finden. Den gibt es aber (noch) nicht. Dennoch wächst die Möglichkeit sich über das Treiben einen Einblick zu verschaffen täglich. Dank einer Fülle von Angeboten im Netz ist es sogar möglich mehr als nur einen Einblick zu bekommen. Einige Links, die Informationen für euch rund um den Kirchentag (#dekt) zur Verfügung stellen seien hier kurz aufgelistet. Zunächst ist das natürlich die Webseite des Kirchentages unter kirchentag.de zu nennen. Da dieses Seite allerdings noch weitgehend nach dem Web 1.0 Muster funktioniert, hat man sie durch einige Social Media Kanäle ergänzt. Zu nennen sind hier Facebook, Twitter, Youtube, und eine rudimentäre Google Plus Seite. Erstmalig gibt es auch eine Kirchentags-App für Smartphones. Nicht neu, weil schon in Dresden installiert, gibt es eine sogenannte „Wall“, die Beiträge aus dem …

Niemals zum FC Bayern. Gott oder Götze

„Ich bin sauer, richtig sauer“ so tönt es heute allenthalben. Anlass: Der Wechsel eines Fußballspielers von einem Club zu einem andern. Und in Zeiten des Web 2.0 darf dann auch jeder die dazu passende Hymne verlinken: http://www.ekir.de/url/Mye Im Predigttext für den kommenden Sonntag http://www.ekir.de/url/ZH9 ist Gott einer, der richtig sauer wird. Sauer über das Handeln der Regierenden, die nur noch von Eigeninteressen geleitet werden, das von Angst getrieben und von mangelndem Vertrauen begleitet ist. Ja, so war das damals in Israel zu Zeiten des Propheten Jesaja. Er soll seinen Zeitgenossen sagen, dass sie endlich für soziale Gerechtigkeit sorgen sollen, dass Witwen und Waisen nicht noch stärker belastet werden. Auch wenn Gott zornig ist, wird er helfen. Denn sein Zorn wird nicht ewig bleiben. Irgendwann wird er als Retter aus der Not besungen werden. Der Jubel über sein Eingreifen wird grenzenlos sein. Es kommt der Tag, da werden auch Hymnen wie diese wechselwilligen Fußballstars zu Ohren kommen werden: http://www.ekir.de/url/e54

Mit dem Anfang anfangen.

Mal mit dem Anfang anfangen. Die Bibel aufschlagen und beginnen zu lesen. Wer so verfährt, stößt auf den Predigttext für den kommenden Sonntag. Die sogenannte Schöpfungsgeschichte ist vielleicht der meistgelesene Text der ganzen Bibel. Und einer der schönsten auch. Leider ruft er heute umgehende Abwehrreaktionen hervor, weil er unter der Fragestellung des Anfangs („Warum ist überhaupt etwas? Warum ist nicht nichts?“) gelesen wird. Dabei will er betonen: Alles ist schön geschaffen, alles in wunderbarer Abhängigkeit und gegenseitigen Angewiesenheit. Das Schöpfungswerk (die „Natur“) ist in einem wunderbaren Gleichgewicht. Und: Sie kommt ohne den Menschen aus. Der Mensch ist aus dem freien Willen Gottes geschaffen und der Schöpfung hinzugefügt. „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“: Das war ein Wagnis und das entwickelte sich von allem Anfang an als eine Bedrohung der Ordnung und des Gleichgewichtes der Schöpfung. Nichtsdestotrotz: Der Mensch ist aus Gottes Freiheit und aus seiner Liebe geworden. Er bleibt gewollt. Mehr noch: Gott will jeden Tag mit mir neu anfangen. foto:sxc.hu

Eva Müller über evangelische Kindertagesstätten

Die WDR Redakteurin Eva Müller ist, wenn es um das Thema Finanzierung von Kindertagesstätten geht, stets eine gefragte Interviewpartnerin. So auch in diesem Artikel „Konfessionsgebundene Einrichtungen: Der Glaube zählt, der Staat zahlt“ im WDR. Dort wird sie nicht müde diese Botschaft unter das Volk zu bringen. Leider ist die Autorin in ihrer Recherche nicht genau genug. Schon mit einer einzigen Suchanfrage bei Google lassen sich Sätze wie: „Allerdings darf auch in einem evangelischen Kindergarten niemand arbeiten, der nicht getauft oder Moslem ist“ (ebd.) widerlegen. Ohne Mühe stößt man dabei auf Meldungen wie diese auf evangelisch.de oder aus einer anderen Landeskirche ekir.de

Twitterbibelarbeit auf dem Kirchentag

Auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Hamburg wird es –wie schon 2011 in Dresden– eine Twitterbibelarbeit geben. Und zwar am 2., 3. und 4. Mai jeweils von 9.30 bis 10.30 Uhr in Saal 6 des CCH, Marseiller Straße 2, in Hamburg vor Ort oder per Twitter über das Hashtag #twibib für „Twitterbibelarbeit“ könnt ihr mitmachen. Unter dem Hashtag #twibib ist eine Teilnahme auch online möglich. Das Ev. Studienwerk Villigst und die Evangelische Kirche im Rheinland, Düsseldorf bereiten diese Bibelarbeit vor.

Johannesevangelium 21,15-19

„Vom Fischer soll ich nun zum Lachsfarmer werden?“ Das könnte Petrus nach der Erzählung des Johannesevangeliums vielleicht gedacht haben. Joh. 21,15-19 Denn „Weide meine Schafe!“ klingt für einen Fischer nun mal befremdlich. Und selbst die Übertragung der Verantwortung für eine Lachsfarm, wäre Petrus wohl kaum in den Sinn gekommen, bei dem, was er sich so alles mit Jesus geleistet hatte: Glaubensverlust beim Seewandel, Verrat am Feuer, um nur zwei Beispiele zu nennen. Doch der Auferstandene macht in der nachösterlichen Mahlfeier eins deutlich: Richtschnur und Maßstab für die Übertragung von Verantwortung ist nicht fehlerloses Verhalten oder gar Tapferkeit. Was zählt ist liebevolle Hingabe. Die Liebe ist das einzige Kriterium. Mehr als Zuneigung. Mehr als Attraktivität. Mehr als Angezogensein. Die Gottesliebe ist Grund und Boden, Dach und Wand, Fenster und Tür im Haus. Ob es sich nun um ein Gotteshaus , oder die eigenen vier Wände handelt, ist nicht von Belang. Der Kirchenvater Augustin meinte: „Liebe und tu, was du willst.“