Monate: März 2013

Joh 20,11-18 zum Ostersonntag

„Dich hätte ich jetzt aber nicht erkannt!“ Was uns beim vielleicht beim Einkaufen passiert, dann, wenn wir jemanden jahrelang nicht gesehen haben, oder ihn/sie gerade vor dem Frisiersalon in die Arme laufen: In der Ostererzählung des Johannesevangeliums geht es Maria Magdalena genau so. Sie hält den Auferstandenen für den Gärtner, der ihr sagen soll, wo Jesu Leichnam abgeblieben ist. Neben einer fast banal anmutenden Alltagserfahrung lässt der Evangelist es theologisch allerdings „krachen“: Joh. 20,11-18 „Halt, ich bin in einem Zwischenzustand; ich bin zwar da, aber doch nicht so, wie ihr meint. 40 Tage werde ich noch so bei euch sein, dann aber werde ich zu meinem Vater -der auch euer Vater ist- zurückkehren. Das sollt ihr weitersagen.“ Das haben Christinnen und Christen dann auch gemacht. Sie sind losgelaufen und haben die Botschaft von der Auferweckung Jesu unter die Leute gebracht. Ohne diese Verkündigung ist Kirche nicht Kirche. Ohne Auferweckung ist christlicher Glaube leer. Indem Gott den Gekreuzigten auferweckt, zeigt er seine schöpferische Kraft. Die Erzählung vom leeren Grab lässt sich ohne den Zusammenhang von Leiden, …

Präses Manfred Rekowski bloggt

Heute startet der Präsesblog. Unter http://praesesblog.ekir.de ist aktuell die Karfreitagsbotschaft in Text und als Video verfügbar. Demnächst wird er auch von Mitgliedern der Kirchenleitung unterstützt. „Pastorenstückchen knuuut“ wünscht der bloggenden Kirchenleitung einen guten Start in die Social Media Welt. Und neben einer dauerhaften Verbindung zum Heiligen Geist eine stabile WLAN-Verbindung 🙂

Selbstgespräch im Hohepriesterlichen Gebet Joh.17

Wer mit sich selbst redet, gilt als verdächtig. Das war jedenfalls früher so. Heute haben viele Menschen, die so auftreten, als redeten sie mit sich selbst, irgendwo eine Freisprecheinrichtung versteckt, und telefonieren in Wahrheit. Der Predigttext für den kommenden Sonntag Palmarum im Johannes Evangelium hat von beidem etwas. Er berichtet gewissermaßen von einem Selbstgespräch im „Telefonat/Gebet“. Jesus bittet Gott: „Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.“ http://www.bibleserver.com/text/LUT/Johannes17 Im Sprachgebrauch des Johannesevangeliums meint „Verherrlichung“, „Kreuzigung“. Ignoriert man, dass es sich hier um ein Selbstgespräch (Joh.10,30 „Ich und der Vater sind eins.“) handelt, kann es zu folgenschweren Missinterpretationen kommen, als ob Gott ein blutiges Opfer bräuchte um seinen Zorn zu stillen. Dabei setzt Gott sich selbst dem Leiden und in dessen Konsequenz dem Tod aus. Von nun an gibt es keinen Ort der Gottesverlassenheit mehr, weil Gott selbst sich diesen Platz gewählt hat. Erlebe ich nun Verlassenheit, begegne ich ihm. Es gibt keine Verlassenheit mehr. Überall kann ich mit Gott frei sprechen.

bbz Bad Dürkheim. Ein Kleinod an Kundenfreundlichkeit

Es ist nun schon einige Zeit her, dass das Beihilfe- und Bezüge- Zentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland in den Schlagzeilen war. Das Unternehmen der rheinischen Kirche hat einen Großteil ihrer finanziellen Rücklagen aufgebraucht. Von einem Neuanfang ist aller Orten die Rede, auch auf der Webseite, die noch im „Aufbau“ ist. Dem Webdesign nach muss dieser Aufbau seit Mitte der 90er Jahre stattfinden. Das wäre eigentlich nicht weiter tragisch, wären wenigstens die Grundinformationen auf dieser Webseite im „offenen Kundenbereich-Downloadcenter“ einsehbar. Denn in der schriftlichen Korrespondenz (zu der man als „Kunde“ des Unternehmens verpflichtet ist) wird nur die postalische Adresse, ohne Telefonnummer oder andere Kontaktmöglichkeiten angegeben. Navigiert man nun auf der Webseite zur Schaltfläche „ANSPRECHPARTNER“ erhält man eine Fehlermeldung. Das allein ist schon ärgerlich genug, doch es geht noch schlimmer: Klickt man nämlich auf „IMPRESSUM“ erhält man ebenfalls eine Fehlermeldung. Dass ein kircheneignes „Unternehmen“ meint, sich einen unprofessionellen Umgang mit einer Internetpräsenz leisten zu können ist erschreckend.

Joh.11, 47-53

Wer das kleinere Übel wählen muss steht mit dem Rücken zur Wand. Denn eins ist klar: Es ist und bleibt ein Übel. Im Predigttext für den kommenden Sonntag wird von so einer Situation berichtet. http://www.ekir.de/url/MhE Es ist die johanneische Schilderung der Ereignisse, die zu Jesu Verurteilung und damit schließlich auch zu seinem Tod führen. „Besser ein Mensch stirbt, als wenn das ganze Volk umkommt.“ So reden zu allererst die Pragmatiker und fassen damit den Entschluss: „Der muss weg! Hier und da ein Wunder, das mag noch angehen, aber was Jesus da jetzt abzieht gefährdet die öffentliche Ordnung. Das sieht nach Volksaufstand aus. Das lassen sich die Römer nicht bieten. Und dann kommen sie und wir werden alle getötet werden.“ Was die Pragmatiker nicht ahnen: Gott macht aus dem „kleineren Übel“ größeres Heil. Der Tod des einen Menschen bedeutet Leben für alle. Keiner muss mehr mit dem Rücken zur Wand stehen.

„Brot des Lebens“ Joh.6,47-51

Der Satz mit schwarzen Lettern auf leuchtend gelbem Untergrund war auf die Scheibe der Straßenbahnen geklebt. Von außen und von innen. Hundertfach fuhr er so durch die Stadt: „Ich bin das Brot des Lebens“, stand da fett gedruckt. Klein darunter „Jesus Christus Joh.6,48“) Immerhin, er hat sich mir eingeprägt, auch wenn es schon 30 Jahre her ist. Inzwischen ist die Plakatwerbung auf Bussen und Bahnen zum großen Teil verschwunden. Oder man kann dort Sätze lesen wie: „Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott!“ Was geblieben ist, ist das Plakative. Da sind sich der Evangelist Johannes und der Atheist immerhin einig. Wirklich spannend dagegen ist, dass deren Unterschiede im vorangehenden Vers ebenso plakativ benannt werden: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.“ (V47). „Wenn schon kein Gott, dann auch kein Jenseits.“ – Was für Atheisten auf der Hand liegt, wiegt für Christen anders: Denn „ewiges Leben“ ist nicht das „jenseitige“, sondern dieses mir geschenkte; das jetzige und das zukünftige Leben. Und „Gott“ ist nichts Fernes, sonder ist mir nah …

Kirchenglocken zu verkaufen!

Die Evangelische Friedenskirchengemeinde Neuwied verkauft ihre Bronzeglocken aus dem Jahr 1962: 1. Glocke a`: Joh 1,1,: Am Anfang war das Wort. 2. Glocke c„: Jer 22,29: Land,Land, höre des HERRN Wort. 3. Glocke d„: 1. Petr. 1,25: Des HERRN Wort bleibt in Ewigkeit. Der Verkaufspreis ist Verhandlungssache. Interessenten melden sich bitte im Gemeindeamt der Ev. Friedenskirchengemeinde Neuwied, Dierdorfer Straße 67, 56564 Neuwied, Tel.: 02631-23106, e-mail: friedenskgm.neuwied@ekir.de Eine mp3-Aufnahme des Glockenklangs gibt es hier.