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Römer7 und Marius Müller Westernhagen

„Was ist der Mensch?“, diese anthropologische Grundfrage reizt zu komprimierten Aussagen. Eine Antwort lautet: ein „Mängelwesen“; vertont in „Der Mensch ist leider nicht naiv. Der Mensch ist leider primitiv.“ (Freiheit, MMW) Der Apostel Paulus versucht eine theologische Antwort im Predigttext für den kommenden Sonntag:„Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Röm7,19)
Die These wird untermauert durch eine Argumentation, in der gewichtige theologische Begriffe einander zugeordnet werden. Würde Paulus nicht an „die Römer“ schreiben, sondern an Konzertbesucher von Marius, würde das vielleicht so ähnlich klingen:
„Durch Jesus Christus bin ich, was ich bin. An seinem Schicksal hängt mein Leben. Hätte er nicht alles für mich getan, wüsste ich nicht, was Liebe ist.
Aus dieser Liebe lebe ich. Wäre sie nicht da, mein Leben wäre leer. Ohne Gottes Handeln könnte aus meinen Taten nichts Gutes erwachsen. Ich würde immer meine Ellenbogen ausfahren um selber atmen zu können, weil alle anderen mich bedrängen. Durch Gottes Liebe aber kann ich atmen. Und so muss ich den anderen auch nicht immer die Butter vom Brot nehmen.
Weil Gott mich aus der Angst um mich selbst herausholt, kann ich neue Hoffnung schöpfen und mich meinen Mitmenschen zuwenden.
Ich sehe in dem anderen den von Gott geliebten Menschen – der ich selber bin.Ich begreife, dass Gottes Liebe grenzenlos ist und deswegen Barmherzigkeit genannt werden darf. Was ich schaffe, schaffe ich durch ihn, weil er es für mich geschafft hat.“

Freiheit

foto: sxc.hu