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1. Thessalonicher 1, 2-10

Am kommenden Sonntag wird in der rheinischen Kirche der Miriam Sonntag gefeiert: „Kirche in Solidarität mit den Frauen“. Das Materialheft zu dem diesjährigen Thema „Verschaffe mir Recht, Gott…“ findet ihr hier: http://goo.gl/SnJYk
Es kann aber auch sein, dass euch ein alternativ vorgeschlagener Predigttext begegnet, nämlich aus dem 1. Thessalonicher Brief Kap. 1,2-10 http://ekir.de/url/eZK

Ich wünsche euch, dass ihr einen Gottesdienst zum Miriam Sonntag besuchen könnt, denn der als Alternative vorgeschlagene Predigttext ist vor allem eins: Historisch interessant.
Dieser Brief des Apostels Paulus ist die älteste Schrift im Neuen Testament. Sie gibt Einblicke in die Anfänge der Missionstätigkeit, die Beziehungen, die der Apostel zu „seinen“ und anderen bereits bestehenden christlichen Gemeinden pflegt und liefert Hinweise auf bereits „tradierte“ Formulierungen und Bekenntnisse.
Auch wenn die Überschrift in der Luther Bibel dazu anhalten will etwas über die Vorbildfunktion einer christlichen Gemeinde zu sagen, hat mich ein kleiner Nebensatz gepackt: „… sodass wir es nicht nötig haben, etwas darüber zu sagen.“ (V8)
Manchmal kann weniger mehr sein. Weniger reden in einer Welt, die auf einen nie abreißenden Strom der Nachrichten geeicht ist? Auch eine Kirche des Wortes“ erscheint bisweilen als eine der Wörter, welche zu sprechen und nicht zuerst zu hören wären. Dabei soll Gottes Wort uns treiben, aber nicht zu Getriebenen machen. Auch im Gottesdienst mehr Schweigen, das wäre schon was: Eine Twitterwall aufbauen und warten, wie die Tweets zum Predigttext aus den Reihen der Gemeinde auf die Leinwand geworfen werden. So würde das viel gescholtene Internet plötzlich zu einer Entschleunigung des Gottesdienstes führen. Und wenn geredet wird, dann „vielleicht ganz unreligiös, aber befreiend und erlösend“ (D. Bonhoeffer).