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Evangelische Freiheit nach 1Kor. 6,9-20

Den Predigttext vom kommenden Sonntag findet ihr im 1Kor.6,9-20.
Es geht um Sex.
Jedenfalls ist das der erste Eindruck, der sich beim Lesen einstellt.
Liest man genauer, geht es um Prostitution.
Liest man noch genauer, erschließt sich ein Ziel, das beides hinter sich lässt.
Doch der Anmarschweg dahin ist lang.
Paulus scheint den Moralapostel zu geben und damit wären immerhin die Fronten mal wieder geklärt. Doch dürfen die Zeilen bei den ersten Lesern in Korinth für etwas mehr Verwunderung gesorgt haben.
Denn dort war man der Ansicht der „Leib“ spiele in einer ganz anderen Liga als der „Geist“.
Dass die Auferweckung Jesu von den Toten bis in die gegenwärtigen (praktischen) Lebensbezüge hinein eine Rolle spielen sollte, war ihnen fremd. Für sie war Christsein eine rein spirituelle Angelegenheit.
Der Apostel warnt nun aber vor genau dieser Trennung:
„Achtung“, sagt er, „das Leben steckt voller Möglichkeiten, sich in Abhängigkeit zu begeben. Christus hat euch aber befreit. Begebt euch nicht wieder in die Unfreiheit. Denn zur Freiheit hat uns Christus befreit. (Gal.5,1) Hurerei kann ebenso in Unfreiheit führen, wie das Aufrechterhalten von Standesdünkel und der Zwang, alles zur Ware werden zu lassen. Deshalb: Prüfet alles und das Beste behaltet (1Thess.5,21).“

Gibt es etwas Schöneres als eine so verstandene evangelische Freiheit?

Ketten

foto: sxc.hu