„Die Netzgemeinde“ und „Die Religion“

Niemand weiß genau, was sich hinter dem Begriff „Netzgemeinde“ verbirgt. Und wahrscheinlich ist sogar, dass es sie gar nicht gibt, wie Christian Jakubetz meint. Oft wird darunter schlicht das verstanden, was Mitglieder bei Facebook und Twitter so ungefiltert an Meinung ins Netz stellen.
Daraus wird dann am Abend in der Tagesschau die „Netzgemeinde“. Selbst Mitglieder dieser sogenannten „Gemeinde“ erheben den Anspruch gerade keine Gemeinde zu sein. Das liegt m.E. daran, dass der Begriff „Gemeinde“ religiös aufgeladen ist. Und die „Netzgemeinde“ ist sich vor allem darin einig, dass „die Religion“ Antidemokratisch , Antiaufklärerisch und erst recht Antifreiheitlich sei.
Dabei ist das Bild, das hinter diesem Religionsverständnis steht, schnell als Zerrbild vor allem römisch-katholischer „Religion“ zu entlarven. Da fällt eine differenzierte Betrachtung oft schwer, zumal wenn sie in 140 Zeichen stattfinden soll.
Trotz alle dem bin ich der Meinung, dass sich eine Auseinandersetzung durchaus lohnt. Ich meine sogar, dass es sehr von Nöten ist, in den sozialen Netzwerken präsent zu sein. Persönlich mit seinen Interessen und seinem Glauben, öffentlich mit seinem (kirchlichen) Beruf, und erst recht in einer Mischung aus allem, die erst dazu führt, dass Argumente, Überzeugungen und religiöse (Wert-) Urteile in umfassender Weise wahrgenommen werden können. (Christlicher) Glaube vermittelt sich am besten dialogisch, auch wenn die kirchliche Struktur sich (noch) weitgehend kerygmatisch versteht.
Aus diesem Grund, und natürlich weil ich neugierig und internetaffin bin, treibe ich mich gelegentlich auch in der „Netzgemeinde“ herum. So auch an einem Sonntagnachmittag im Karneval, an dem diese kleine Unterhaltung über „Religion“ und „offene Gesellschaft“ stattfand:

2 Kommentare zu “„Die Netzgemeinde“ und „Die Religion“

  1. Will seinen „Wissens“-Stand nicht verändern, um sein Urteil nicht ändern zu müssen. Damit ist „alles geschwäddsd“, wie man da sagt, wo ich herkomme.

  2. Sein letzter Tweet läßt dann aber doch erkennen, daß er einem gewissen Dogmatismus nicht abgeneigt ist. 😉

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