Monate: Januar 2012

Erika Steinbach über Religionsfreiheit und Menschenrechte

Erika Steinbach (MdB) twittert. Das ist erwähnenswert, weil die Unionspolitiker_innen die das tun an einer Hand abzuzählen sind. Sie twittert freundlich, höflich und professionell, immerhin ist einmal Informatikerin gewesen. Und sie wittert über „Gott und die Welt“. Dabei betont sie hin und wieder (gegenüber katholischen Gesprächspartnern) sie sei evangelisch. Allerdings hat sie ihrer Kirche schon vor längerer Zeit den Rücken gekehrt. Freilich nicht nur beim Amtsgericht, sondern beim damaligen Kirchenpräsidenten mit einer durch die Presse verbreiteten Erklärung („Das Maß ist voll“). Heute steht sie allerdings auf dem Standpunkt: Religion sei „Privatsache“. Was aufhorchen lässt, denn warum sollte ein „privater Kirchenaustritt“ die Notwendigkeit einer öffentlichen Erklärung nach sich ziehen. Und weil dieses „neue Medium Internet“ gerade dabei ist die Trennung zwischen „Privatheit“ und „Öffentlichkeit“ neu zu definieren, sei an dieser Stelle ein kurzes Gespräch zwischen Volker Beck (MdB) und Erika Steinbach zitiert, in dem es um diesen „privaten Kirchenaustritt“ geht: .@SteinbachErika Wie fanden ihre homosexuellen Künstler-Freunde Ihre Kirchenaustrittsbegründung. b http://t.co/7wxxF1A3 Homosex /10 Gebote — Volker Beck (@Volker_Beck) January 18, 2012 „http://twitter.com/SteinbachErika/status/159683155585015808

Präsesbericht auf der Landessynode 2012

Der Bericht von Präses Nikolaus Schneider auf der Landessynode 2012 in Bad Neuenahr, liegt m.W. erstmals auch in einer kurzen Zusammenfassung vor. Eine Kurzfassung im PDF-Format findet sich hier. Den ausführlichen Bericht gibt es in dem gleichen Format hier. Auch wenn es einigen einfach erscheint so früh Kritik daran zu üben, was der Präses alles nicht gesagt hat: Ich finde es bedauerlich, dass das Thema einer Digitalisierung der Gesellschaft mit keiner Silbe erwähnt wird. Dafür gibt es allerdings einen Werbeblock für die „Wallfahrt zu Heiligen Rock“ nach Trier 🙁

Krippenkinder

Weihnachten, stehen die Kinder im Mittelpunkt. Und es ist schön, die Spannung der Kinder mitzuerleben, die sich auf Weihnachten freuen. Was an Kindern so fasziniert, das ist ihr Unmittelbarkeit, die wir unter uns Erwachsenen oft suchen. Und manches Mal kann man sich dann der Vorstellung kaum entziehen, dass Kinder im Grunde die besseren Menschen sind. „Seht welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen und wir sind es auch.“ Heißt es im Predigttext für den heutigen 1. Weihnachtstag im 1Johannesbrief Kap 3: Wir sind Kinder Gottes, weil wir von Gott angesprochen sind, weil er unser Leben begleiten will, weil wir von ihm her kommen und er für uns da ist. Kinder Gottes gehen den Weg des Erwachsenwerdens im Glauben. Richtig erwachsen werden wir dabei aber nie, Gott sei Dank! Wir bleiben seine Kinder, aber nicht als naive Gläubige, als kindlich verträumte, sondern als solche, die Unfertiges als Chance begreifen. Gottes Kinder sollen wir heißen, ja nicht nur heißen, sondern wir sind es auch. Wir werden also selber Jesus-Kinder, Krippenkinder, …

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig

Noch jung der Vorsatz. Wenige Stunden erst. Vielleicht Tage oder Wochen schon. Doch ab heute zählt’s. Es geht los. Der Vorsatz gilt. Die Strategie ist klar. Die Ziele sind gesetzt. Wohl dem, der das schon mal geleistet hat. Denn dann ist Orientierung gegeben und für Umsetzung gesorgt. Starke Leistung, wer dazu in der Lage ist: Ziele formulieren, Pläne machen. Und wenn es gut gelingt sogar die Strategien zu Selbstüberwindung mit einbauen. Dann geht es in großen Schritten auf das Ziel zu. Grandios. Da kann man und Frau nur sagen Hut ab. Applaus. Doch: Das Jahr ist jung. Der Kalender noch unbeschrieben, aber die Ahnung, dass alles so unberührt, so chancenreich und mit völlig offenen Möglichkeiten vor mir liegt, ist in Wahrheit wirklich nur eine Ahnung. Und diese Ahnung bleibt. Sie hängt gewissermaßen schon als Begleitfaktor mit über dem neuen, noch jungen Jahr. Schnell ist manchmal verflogen, was kraftvoll begann. Und Biblische Weisheit geht in den Volksmund über: „Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach.“ So schleicht er sich ein dieser Gedanke. So mischt er …