Allgemein

Wer alles richtig machen will….

Kreuz vor blauem Hintergrund

foto: sxc.hu

Sie will alles richtig machen.
Wenigstens wenn sie einmal im Jahr alle beisammen hat, soll alles stimmen.
Es soll schön werden. Doch sie will nichts erzwingen. Nichts soll durchgeplant werden. Am besten stellt sich das Gefühl „zu Hause“ von selbst ein.
Fast wie von selbst wenigstens. Diese Hoffnung hatte sie jedes Jahr.

Alle Jahre wieder. Wohl wissend, dass es eine Gratwanderung war, bei der auch der Absturz drohen konnte. Doch daran will sie gar nicht denken. Schließlich sei das Fest kein Fest der Angst, sondern eines der Freude.
Und es bedeutet ihr viel. Eigentlich immer mehr. Und obwohl sie viel vorbereitet, weiß sie, dass zum Gelingen alles vom Himmel her kommen muss. Das wünscht sie: Den Himmel offen stehen sehen und merken, dass es doch gut ausgeht.
Das Leben. Ihr Leben und das ihrer Kinder.
Mit dieser Hoffnung fühlt sie sich allein. Viele reden schlecht über das Fest. Das Fest der Liebe sei zum Fest des Schenkens verkommen. Inhaltslos und verkitscht. Gerade noch tauglich dazu, Sehnsüchte zu wecken. Aber längst nicht mehr im Stande, sie auch zu stillen.
Doch sie lässt sich ihr Fest nicht klein reden. Wenn sie Kerzen, Kranz und Schmuck vom Dachboden holt, bereitet sie einem Weg.
Sie bereitet ihm einen Weg. Ihm, der versprochen hatte Weg, Wahrheit und Leben nicht nur zu zeigen sondern zu sein. Der die Mächtigen vom Thron stößt und die Niedrigen erhöht.
Seinem Glanz, so weiß sie, kann keine Marzipankugel etwas anhaben und Licht ist seine besondere Spezialität. Aber ohne Ketten.
Er ist zu ihr gekommen. Hat sich Herberge genommen. Er geht nicht mehr.
Nicht aus dem Kopf, nicht aus dem Herz. Gott hat Wohnung genommen bei ihr. Und ihre Wohnung ist schön.

Durch ihn weiß sie auch:
Wer alles richtig machen will, hat den ersten Fehler schon hinter sich. Darüber freut sie sich alle Tage und an ihrem Fest besonders.

„Das Volk das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht. Und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ (Jesaja 9,1)