Monate: November 2011

Wer alles richtig machen will….

Sie will alles richtig machen. Wenigstens wenn sie einmal im Jahr alle beisammen hat, soll alles stimmen. Es soll schön werden. Doch sie will nichts erzwingen. Nichts soll durchgeplant werden. Am besten stellt sich das Gefühl „zu Hause“ von selbst ein. Fast wie von selbst wenigstens. Diese Hoffnung hatte sie jedes Jahr. Alle Jahre wieder. Wohl wissend, dass es eine Gratwanderung war, bei der auch der Absturz drohen konnte. Doch daran will sie gar nicht denken. Schließlich sei das Fest kein Fest der Angst, sondern eines der Freude. Und es bedeutet ihr viel. Eigentlich immer mehr. Und obwohl sie viel vorbereitet, weiß sie, dass zum Gelingen alles vom Himmel her kommen muss. Das wünscht sie: Den Himmel offen stehen sehen und merken, dass es doch gut ausgeht. Das Leben. Ihr Leben und das ihrer Kinder. Mit dieser Hoffnung fühlt sie sich allein. Viele reden schlecht über das Fest. Das Fest der Liebe sei zum Fest des Schenkens verkommen. Inhaltslos und verkitscht. Gerade noch tauglich dazu, Sehnsüchte zu wecken. Aber längst nicht mehr im Stande, sie …

Im Pfarrhaus soll es rein zu gehen!

Zumindest „rein evangelisch“. Das ist der Wille der Mehrheit der Synode der EKD, und gehört seit einem Jahr zum Bestand des neuen EKD Pfarr-Dienstrechtes, dass Eheschließungen von Pfarrerinnen und Pfarrern (zunächst einmal) nur unter konfessionell evangelischen Partner_innen möglich sein lässt. Das wundert nur Außenstehende, denn in den meisten Landeskirchen findet dieses Vorgehen den gesetzlichen Rückhalt in bestehenden Pfarrdienstgesetzen. Nun hat der Fall einer Vikarin aus der Würtembergischen Landeskirche für größere Resonanz gesorgt. Man darf vermuten, dass es in diesem Fall zu enormen Kommunikationsstörungen gekommen sein muss, denn im Regelfall werden derartige Fälle überaus geräuschlos geklärt. Meistens wird nämlich von den (gesetzlich vorgesehene) Ausnahmeregelungen Gebrauch gemacht. Ein „Im Prinzip schon, aber…“ ist besonders bei Kirchen synodal verfasster Struktur beliebt, da die Freiheit des Leitungsgremiums in seinen Entscheidungskompetenz als höchstes Gut betrachtet wird. Da wundert es nicht, dass die Synode der EKD so weiter zu machen gedachte. Allerdings hat eine andere Synode, die der reformierten Kirche unlängst in Emden darauf hingewiesen, dass diese Anwendung pfarrdienstrechtlicher Praxis schlichtweg überflüssig sei. Es kann der reformierten Synode nicht hoch genug …