Monate: Oktober 2011

Vom Zwang zur Visualisierung (Hell No!)

Info Graphiken sind beliebt schließlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und wenn man zu einer Präsentation noch tausend Worte Vortrag „gratis“ dazu bekommt, steht der (Verkaufs-) Erfolg fast garantiert ins Haus. Die vermeintliche Klarheit der Aussage könnte aber auch schlicht verloren gehen, weil eine Elementarisierung nicht selten eine Simplifizierung nach sich zieht. In diese Falle sind wohl auch einige Programmierer von openbible.info getappt. Das Ziel positive und negative Aussagen der Bibel zu filtern, zu summieren und anschließend graphisch zu präsentieren scheint gründlich misslungen. Die Lesbarkeit gelingt nur mit Mühe, der Gehalt jedoch erschließt sich nicht. Jedenfalls mir nicht: Der grundlegende Fehler scheint darin zu liegen, dass die Bibel als ein Buch betrachtet wird, dass Gegenstand einer solchen stilistischen Betrachtung sein kann. Nun ist die Bibel allerdings kein Buch, sonder eine Bibliothek aus verschiedenen Büchern. Würde man alle meine Bücher eines Regalmeters auf diese Weise untersuchen, welchen Sinn sollte das machen? Das Ergebnis aber wäre vermutlich dasselbe: Es finden sich sowohl positive wie negative Aussagen darin. Aber selbst wenn man nun die Einzeluntersuchung der …

Occupy und die Kirchen

Die Occupy Bewegung ist in aller Munde. Weltweit organisierte Veranstaltungen mit Happening Charakter werden gerne ins Visier der medialen Aufmerksamkeit genommen und die sozialen Netzwerke sorgen für zusätzliche Multiplikation oder sind oft sogar der Grund der Aufmerksamkeit. Zelte, Tweets und ein Live-Stream sind heute so kreativ wie große Transparente in der Vergangenheit. Die müssen heute nur noch DIN A4 Größe haben um auf dem Handy Upload gut lesbar zu sein. Gewiß: Demo 2.0 ist heute effektiver als vor 40 Jahren und ein wenig bequemer. Leider macht sich diese Bequemlichkeit auch in Stellungnahmen von kirchlich engagierten Menschen breit. „Hauptsache dabei sein“ ist oft genug der Motor für die hektische Betriebsamkeit nur ja keinen Trend zu verpassen. Denn morgen schon ist ein anderes Thema ganz oben auf der Tagesordnung. Nachhaltig ist das nicht. Und ob das zu vermehrter Nachdenklichkeit führt ist zumindest zu fragen. Vorgestern Ägypten: „Ja, auch wir als Kirche sind für Freiheit und Freiheitsrechte“ Gestern Japan: „Kernenergie ist mit dem Evangelium nicht vereinbar“ Heute Occupy: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ Um Missverständnissen …