Monate: November 2010

Ökumenisches Logo in Reichweite -mehr aber gewiss nicht!

Logo Debatten sind langwierig und schwierig. Das weiß jeder, der schon einmal in Sitzungen saß in denen entschieden werden sollte, welcher Vorschlag nun angenommen und welcher verworfen wird. In der Kirche wird die Grundsatz Diskussion  darüber geführt, ob bzw. wie das Symbol des Kreuzes in einem Logo aufgenommen werden soll. Nun ist die Evangelische Kirche im Rheinland (ekir) vor einigen Jahren auf die Idee gekommen ein einfaches Kreuz zu wählen, allerdings erst eines, dass sich erst auf den zweiten Blick zu erkennen gibt. Manchem erscheint bis heute kein Kreuz vor Augen. Und man darf annehmen, dass genau dieser Kompromiss zu der Entscheidung geführt hat. Erstaunlicher Weise hat sich die Katholische Kirche im Kanton Zürich ein ganz ähnliches Logo gegeben.Damit allerdings dürften die Gemeinsamkeiten dann aber schon erschöpft sein. Jedenfalls, wenn man sich die jüngsten Äußerungen des sommerlichen Papst-Interviews anschaut. Den netten Kondom-Aufmacher mal beiseite gelassen, offenbart sich der Graben zwischen katholischer und evangelischer Auffassung von dem was „christlich“ genannt zu werden verdient als dermaßen gewaltig, dass es mir sehr fragwürdig erscheint, wie über diesen Graben …

Arbeiterkind an der Spitze der EKD

Herkunft darf nicht über Bildung entscheiden, meint die evangelische Kirche in Deutschland. Das ist mehr als ein Lippenbekenntnis schließlich steht mit Nikolaus Schneider ein „Arbeiterkind“ an der Spitze des Kirchenbundes. Auch seine Vorgängerin Dr. Margot Käßmann ist ein „Arbeiterkind“. Den Karriere-Chancen in der Kirche tut das offenbar keinen Abbruch. Ob sich dieser „Trend“ durchsetzten wird bleibt abzuwarten. Mit Prof. Dr. W. Huber bekleidete immerhin jemand das Amt des höchsten evangelischen Repräsentanten, der auf gute akademische Bildung mehrerer Generationen zurückblicken konnte. Ob Hermann Gröhe Arbeiterkind ist, geht aus seinem Lebenslauf nicht hervor. Immerhin unterstützt er aber die Initiative arbeiterkind.de. Weil ein Arbeiterkind diese Zeilen schreibt, versichere ich hiermit ausdrücklich, dass ich weder das Amt des CDU-Generalsekretärs, noch den Ratsvorsitz in der EKD anstrebe! Es braucht auch bloggende Pfäfflein. (@meinesupervisorin: Pfäfflein ist keine Abwertung, ebenso sowie Arbeiterkind. „Warum glaubt mir armem Wurm eigentlich nie jemand etwas“…)

„Evangelische Priester“, was es nicht alles gibt!

Nun ist es geschafft: Es gibt evangelische Priester! Was sich da alles an Streitigkeiten über Eucharistie und Amt aufgehäuft hat, alles vergessen. Die SZ löst alle konfessionellen Unterschiede im Handumdrehen in ihrem heutigen Artikel über den „Buß- und Stresstag“. Dann dürfen wir hoffen oder befürchten, dass die katholischen Priesterkollegen bald ebenso wie die evangelischen mit ihren Partnern im Pfarrhaus leben dürfen. Und noch viel besser: Die Frage nach Frauen im Priesteramt ist auch gelöst. Wenn Matthias Dobrinski nicht alles selbst schreibt leidet die Berichterstattungsqualität doch erheblich. Ich gebe es jedenfalls auf meinen Lokal Redakteuren vor Ort erklären zu wollen, dass es nicht „Messfeier“ sondern „Gottesdienst“ heisst, was evangelische Christen am Buss- und Bettag feiern. Schliesslich werden sie nicht gerade so üppig dotiert wie Herr Osel. Dafür schaffen diese es aber auch nicht auf Seite eins einer renommierten Tageszeitung. Für kirchliche Themen liest man demnächst wohl besser Blogs, oder wartet auf einen Artikel von Herrn Dobrinski. Nachtrag: nun ist der Text korrigiert: Bei der Recherche der Begriffe bin ich dann noch auf etwas gestoßen, dass mich …

Intentionsfreie Gottesdienste

Hin und wieder ist die babylonische Sprachverwirrung in der Kirche perfekt. Würde sich ein Kandidat der evangelischen Theologie in dem Prüfungsfach Homiletik für „Intentionsfreie“ Gottesdienste aussprechen, hätte er ernsthafte Probleme sein Examen zu bestehen. In der römisch-katholischen Kirche dagegen gehört die Aufforderung zu solchen Gottesdiensten scheinbar zu den kirchenleitenden Aufgaben, wie folgendes Dokument zeigt: Für weitere Informationen was „Intention“ in römischer Diktion bedeutet empfiehlt sich ein Artikel auf credobox. Dort kann man dann auch noch etwas über „Binationen“ und „Applikationen“ lernen. Eine App für Applikationen habe ich bisher noch nicht gefunden…

Gesprächskreis um den Glauben

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SEO und Ethik

Kaum jemand wird bestreiten wollen, dass es schon einmal besserer Zeiten für die Kirchen gab. Der Skandal um Holocaust-Leugnung und sexuellen Missbrauch hat vor allem die katholische Kirche in solch einen Misskredit gebracht, dass sie einem „angeschlagenen Boxer“ gleichkam, der von einer Ecke in die andere taumele, wie Thies Gundlach es vor einiger Zeit (kirchenintern) formulierte. Die evangelische Kirche sah sich demgegenüber in einer Art „Haftungsgemeinschaft“, wie Nikolaus Schneider formulierte, was dazu führte, dass die ethische Urteilsgabe „der Kirche“ insgesamt bestritten wurde. Die alkoholisierte Autofahrt der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann kam da gerade recht. Wo sicher geglaubte Handlungsfelder weg brechen braucht es natürlich Zeit sich neu zu orientieren. Und das dauert in der verfassten Kirche nun mal seine Zeit. Kein Wunder, dass andere in den Markt drängen. Und dabei ist Markt wirklich als „Markt“ zu verstehen wie J.A. Männing sehr anschaulich in seinem Blogbeitrag zeigt. Auch eine andere Berufsgruppe stellt sich die Frage an welchen Urteilen sich menschliche Verhaltensweisen messen lassen sollte. Gilt für die SEOs wirklich: „Was Moral ist definiert derjenige mit den meisten …