Aufgelesen, ekirSpot(t)

Präses Schneider über sein „Ego“

Welt-Online berichtet folgendes: „Die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, sagte: „Ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn die Zusammenarbeit mit Nikolaus Schneider über den Herbst hinausreichte.“ Sie hob Schneiders profilierte Art, seine sozialethische Kompetenz und seine „außerordentlich große Herzenswärme“ hervor. Schneider selbst gab sich am Wochenende bescheiden: „Ich sage zu diesem Wunsch, dass er meinem Ego schmeichelt, dass er ehrenhaft ist, aber ich sage ganz deutlich: Das entscheidet die Synode. Und es gebietet der Respekt vor der Synode, dem nicht vorzugreifen.“ Als „völlig unstrittig“, „beste Lösung“ und gar als „alternativlos“ wurde die Personalie Schneider gestern in EKD-Kreisen bezeichnet.“

Ich weiß zwar nicht, was daran bescheiden ist, wenn man zugibt, dass die Nachfolgeregelung dem „Ego“ schmeichelt. Aber diese Äußerung verrät viel über Nikolaus Schneider und auch über die EKD. Die dürften glücklich mit ihm werden und das Wort „alternativlos“ (ein unchristliches Wort!) hat seinen Ursprung ja auch im Hannover Gerhard Schröders. Der Ex-Kanzler und der Präses dürften sich verstehen. Nicht nur politisch, sondern auch in der Art des Führungsstils. Basta!

Da wird die grüne (und Pfarrfrau) Göhring-Eckardt sich noch Wundern. Schneider hat einige Qualitäten, aber „Herzenswärme“ würden ihm die wenigsten, die ihn kennen bescheinigen. Einer, der ihn sehr gut kennt, hat auf RP-online eine Charakterisierung gegeben, Jürgen Thiesbonenkamp.