Monate: März 2010

Keine weichgespülte Nächstenliebe. Philipper 2,5-11

Die römischen Kaiser prägten das Bild selbst, das sich die Welt von ihnen machen sollte: Auf den Münzen, die sie schlagen ließen, sehen sie daher so aus, wie sie aussehen wollten –stark und machtvoll. Kaiser Augustus zum Beispiel schaute auf seinen frisch geprägten Denaren … noch im Alter von siebzig so aus wie mit dreißig. Die Münzbilder waren Propaganda. Sie brachten die richtige Botschaft unter das Volk: den ewig jungen Herrscher.“ * „Ihr kauft mit den Schneid nicht ab“, dass war die Botschaft, die unter das Volk sollte. Heute gibt es diese Form der Münzenpropaganda nicht mehr.

Kirchen gegen „Pro NRW“

Die evangelische Kirche im Rheinland (ekir) und die Evangelische Kirche von Westfalen haben eine Stellungnahme gegen die Gruppierung „Pro NRW“ veröffentlicht. Diese ist schon in einigen Gemeindeparlamenten in NRW vertreten und hat sich besonders in der Diskussion um den Kölner Moschee-Bau hervorgetan. Die Stellungnahme lässt nichts an Deutlichkeit vermissen. Präses Nikolaus Schneider (ekir) und Präses Dr. Alfred Buß (EkvW) sind die Unterzeichnenden der Erklärung: Liebe Schwestern, liebe Brüder in unseren Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, mit Sorge haben wir in den vergangenen Monaten wahrgenommen, dass eine kleine Gruppierung mit dem Namen ‚Pro NRW‘ versucht, politischen Einfluss zu gewinnen. Diese Gruppierung schürt gezielt Vorurteile gegen den Islam, macht pauschal die Ausländer für die sozialen Probleme in Städten und Stadtteilen verantwortlich und versucht, sowohl die Integrationspolitik wie auch das kirchliche Engagement für einen Dialog der Religionen als falsch und gefährlich darzustellen. Die Positionen dieser Gruppierung sind mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar.

Odenwald im Rheinland angekommen

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Fälle von sexuellem Mißbrauch auch in der Rheinischen Kirche (ekir) bekannt werden würden. Nun hat die Kirchenleitung folgendermaßen reagiert: In den vergangenen Tagen und Wochen haben sich neun Männer und Frauen gemeldet, die von körperlicher Gewalt und Erniedrigungen in kirchlichen Einrichtungen im Zuständigkeitsbereich der Evangelischen Kirche im Rheinland berichten. „Wir nehmen diese Schilderungen sehr ernst“, sagte Vizepräses Petra Bosse-Huber am Montag-Mittag auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Dabei sei es unerheblich, dass sich die Vorgänge bereits vor Jahrzehnten zugetragen haben

Gesundes Essen mit Angela Merkel

Ein Thema, das immer mehr Stellenwert gewinnt und Beachtung findet. Nun auch von unserer Bundeskanzlerin: ESSEN! Berlin (epd). Kindern muss nach Auffassung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schon früh ein Bewusstsein für gesunde Ernährung vermittelt werden. Kindergärten und Schulen böten eine hervorragende Gelegenheit, um dieses Bewusstsein zu schaffen, sagte sie am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. „Aber es geht vor allen Dingen auch darum, Eltern aufzuklären“, fügte sie hinzu: Väter und Mütter müssten ihren Kinder verdeutlichen, „von welcher Bedeutung gesunde Ernährung und qualitätsvolle Ernährung in unserem Lande ist“. Eine ausgewogene Ernährung sei „von allergrößter Bedeutung für unsere Gesellschaft“, betonte die Kanzlerin. Gesunde Lebensmittel hätten allerdings ihren Preis. „Dies ist ein Zusammenhang, den wir in der gesellschaftlichen Debatte immer wieder deutlich machen müssen“, sagte Merkel anlässlich des 60. Weinbaukongresses, den sie am Mittwoch in Stuttgart eröffnen wird. Mit gesundem Frühstück im Kindergarten und in der Schule geht es dann verordnet weiter. Mir geht das langsam zu weit:

Was Augustin und Nina Hagen gemeinsam haben

„Confessiones“ (Bekenntnisse) heißen ihre Bücher. Diesmal nicht vom Kirchenvater Augustin, sondern von Nina Hagen auf der Buchmesse in Leipzig vorgestellt. Hagen macht Werbung fürs Christentum (aus Katholisch und Evangelisch; gemeinsam eben!). Gewohnt naiv, durchaus charmant, besonders in der aktuellen Diskussion um Mißbrauchs-Fälle Aufsehen erregend. Ob das aber der augenblicklichen Problemlage angemessen ist?: „Es wäre wunderbar, wenn die katholische Kirche eine geballte Ladung Reform auf den Weg bringen würde.“ Das darf bezweifelt werden.

Pfarrer Jürgen Fliege auf Abwegen

Der ekir-Pfarrer Fliege ist mehr denn je unter die spirituellen Quacksalber gegangen. Er plant ein „Davos“ auf spiritueller Ebene: „Flieges Wörishofener Herbst“ soll ein jährliches Festival der Spiritualität werden, ein „Fest für Körper, Geist und Seele.“ Flieges erstem Aufruf im vergangenen Jahr folgten immerhin schon 2000 Menschen, doch das Medieninteresse war verhalten, das Programm las sich wie ein Scherz: Treffen sich ein Komiker, eine Pfarrerin und ein Schamane … Sie kamen aber wirklich nach Wörishofen, der Komödiant Eckart von Hirschhausen, die Pastorin Susanne Ohr, der Heiler Wolf-Dieter Storl. Dieses Jahr soll alles größer, das Festival soll ausgebaut werden. Anselm Grün wird kommen, vielleicht auch Konstantin Wecker, ganz vielleicht Paulo Coelho, und wenn es richtig gut läuft sogar Yusuf Islam. Es geht Fliege um nicht weniger als ein „Davos in Wörishofen, ein Davos auf spiritueller Ebene“ – das wird schwer, vielleicht ist es unmöglich: „Deutschland ist das schwierigste Missionsgebiet auf der ganzen Welt. Das liegt daran, dass unsere Fähigkeit zum großen Gefühl vor zwei Generationen missbraucht wurde. Die Männer mussten für Adolf ihr Leben geben, die …

Bevor die Hartz-IV Debatte wieder abreißt…

Hartz-IV-Treff, ursprünglich hochgeladen von Schockwellenreiter …sei auf diesen Blog hingewiesen: http://hartz-iv-blog.de/. Da kann man etwas über die Wirklichkeit lernen und seine Meinung nicht auf Parolen gründen. Manche erregen sich ja über den hohen Etat des Bundes in Sachen Arbeit und Soziales (als wenn das alles nur ALG 2 Empfänger betreffen würde!). Ich rege mich eher darüber auf, dass Politiker (wider besseres Wissen) Sätze sagen wie: „Man kann nur das ausgeben, was man auch hat.“