Monate: Januar 2010

Erleuchtung paulinisch (Predigt 2.Kor.4,6-10)

2. Korinther 4. Kapitel, VV 6-10: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 
Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.“ Glänzende Worte, gewaltige Worte, schwere Worte, die der Apostel Paulus hier den Korinthern zumutet. Uns bleibt doch vor allem der Schluss des Predigttextes in Erinnerung. Sind wir wirklich die, die bedrängt sind, die, die leiden, die Verfolgung erleiden, unterdrückt werden.

Landessynode 2010 Ergebnisse

Die Ergebnisse der Landessynode findet ihr hier. Neben dem Beschluss zu den Rechnungsprüfern, den ich ja in dem Artikel über Oikocredit angedeutet hatte, möchte hier nur auf den Jugendbericht verweisen und auf die überfällige Änderung im zentralen Auswahlverfahren aus familiären Gründen. Das ist schon mehr als peinlich: 2007 noch große Töne zur Familienpolitik spucken und dann Pfarrerinnen (meistens Frauen) in ein Auswahlverfahren stecken, in dem Sie beweisen sollen, dass sie über dem Kinderkriegen und -erziehen pfarramtliche Qualifikationen nicht verloren haben. Gut dass das nun ein Ende hat. Vielleicht ist das ja der neuen Frömmigkeitsrichtung der rheinischen Kirche zu verdanken: Wer missionarisch unterwegs ist (oder sein will), für den ist die Familie traditionell wichtig. So wichtig, dass er die Jugend auch schützen muss, vor den bösen „virtuellen Welten“, in die die Jugendlichen so gerne abtauchen. Da klingt mir das ganze doch zu sehr nach Hugo Chavez. Dabei ist das, was virtuelle Welt genannt wird, für Jugendliche im Umgang oft genauso selbstverständlich, wie telefonieren für „Erwachsene“. Da merkt man doch, dass Synodale (wie Abgeordnete im Bundestag) sehr …

App Gottes

Bevor ich mich dem Präsesbericht vor der Landessynode 2010 widme, hier noch ein kleines Schmankerl aus der Sueddeutschen Zeitung: In der Print-Fassung ist der folgende Artikel eines angelikanischen Priesters, der Notebooks und Handys segnet mit „App Gottes“ überschrieben. In der Online-Redaktion hat man da wohl Angst vor Apple und der Verwendung des Begriffes „App“ für iPhone Anwendungen. Und es wurde daraus: „Vernetzt mit Gott“. Abgesehen davon ist nur anzumerken, dass der Segen nach jüdischem (und evangelischem) Verständnis allem Lebendem gilt. „Sachen“ (besonders Waffen!, aber auch Feuerwehrautos und Rettungswagen) können nicht gesegnet werden.

Landessynode der ekir in Bad Neuenahr

„Am morgigen Montag gibt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, vor der Landessynode in Bad Neuenahr seinen jährlichen Präsesbericht ab. In dem „Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“ nimmt der Repräsentant der zweitgrößten Landeskirche traditionell auch zu aktuellen theologischen, politischen und gesellschaftlichen Themen Stellung. So wird der 62-Jährige auch auf die Diskussion um den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, die Armut von Kindern, Herausforderungen der Ökumene und die schwierige Finanzsituation vieler Kommunen und Kreise eingehen.Der Präsesbericht beginnt voraussichtlich um 11 Uhr. Mittags steht Nikolaus Schneider Journalistinnen und Journalisten zu seinem Bericht sowie zu den Themen der Landessynode Rede und Antwort. “ Heißt es in der der Mitteilung des Pressesprechers, der ekir. Ich bin gespannt, wie er sich angesichts des Widerstandes gegen die käßmannsche Neujahrspredigt positionieren wird.