Monate: Dezember 2009

Pilgern! Und wieder Kerkeling

Camino de Santiago, ursprünglich hochgeladen von FreeCat Der Jakobsweg. Immer wieder gut, wenn es um das Thema „Reisen“ geht und um „Religion“. Nun hat es nicht nur den Jakobsweg ereilt, nun ist das Pilgern insgesamt in den Focus der Touristikbranche geraten. Folgerichtig erscheint dazu die Berichterstattung auch im Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung. Zum Glück hält der Artikel nicht sein Anfangsniveau, das mich, wegen seiner gähnenden Langweiligkeit dazu Zwang, ihn zu Ende zu lesen. Schließlich bietet der Wirtschaftsteil sonst nicht viel zu religiösen Themen. Der Beginn ist symptomatisch für die gängige Gesellschaftliche Wahrnehmung, dass die Kirchen immer leerer würden und andere religiöse Angebote weit mehr Zulauf hätten. Daran ist zunächst einmal nicht falsches. Dennoch sei daraufhin gewiesen, dass sonntäglich fünf Millionen Menschen einen Gottesdienst besuchen, aber „nur“ 700 000 ins Fußballstadion gehen. In der medialen Berichterstattung könnte man den Eindruck gewinnen, es ei genau umgekehrt. Und was das Reisen betrifft: Da scheinen die Veranstalter etwas entdeckt zu haben, was einträglich zu sein scheint. Gibt es doch genug „kirchenfernere“ Menschen, die -zum Glück- auf der Suche sind. …

Alle Jahre wieder…

Nichts brauchen wir dringlicher als das: Frieden auf Erden! Das wir uns an den Weihnachtstagen besonders bewusst, wenn wir die Friedensbotschaft des Weihnachtsfestes im familiären Frieden erleben, hören, feiern. Noch können die älteren unter uns von Weihnachtsfesten erzählen, die nicht in Friedenszeiten und Wohlstand gefeiert wurden. Sie erzählen uns von der Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit, von der Sehnsucht nach Frieden, der uns heute, hier bei uns, in unserem Land so selbstverständlich erscheint. Schmerzlich ist es da, dass die Botschaft des Weihnachtsfestes, die vom Frieden für alle Völker kündet von der Stadt ausgeht, die heute einem Gefängnis gleicht: Bethlehem ist heute fast vollständig von einer 8m hohen Mauer umschlossen. Die Bewohner dürfen die Stadt nur mit einer Ausnahmegenehmigung verlassen. Straft da die politische Realität die Friedensbotschaft aus Bethlehem nicht Lügen? Ist es da nicht verständlich, dass wir lieber von Bethlehem wegschauen als auf Bethlehem zu blicken? Nein, es ist gerade umgekehrt! Die Friedensbotschaft aus Bethlehem straft diejenigen Lügen, die behaupten, politische Realitäten müsse man als gegeben hinnehmen. Politische Gegebenheiten, selbst wenn sie uns auch noch so unerschütterlich und Ausweglos erscheinen, lassen sich …

Luthers Mann in Bethlehem

TV-Tipp am ersten Weihnachtsfeiertag im Bayerischen Fernsehen von 9.30-10.00 Uhr ein Portrait des evangelisch-lutherischen (palästinensischen) Pfarrers in Bethlehem. Mitri Raheb ist u.a. Preisträgers des Aachener Friedenspreises 2008.

Oikocredit Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Da erscheint endlich (kurz vor Weihnachten) in Interview mit Tor Gull, dem General Manager  von Oikcredit, im Wirtschaftsteil einer angesehenen überregionalen Tageszeitung und dann ist die Pressearbeit des Ladens in Deutschland so schwach aufgestellt, dass sie eine schlecht gescannte PDF Datei vom Bayerischen Förderkreis auf die Homepage stellen. Liebe Leute, das ist keine gute PR! Hat sich die Förderkreisstruktur nicht wirklich bald überlebt? Da kann man ja die Kynast machen und rufen: „Leute, kauft Anteile in Amersfoort!“ (also bei der Zentrale in Holland und nicht bei der Förderkreisen. Die Holländer machen immerhin eine gute Öffentlichkeitsarbeit.) Trotzdem ist Oikocredit immer noch die erste Wahl, wenn es um ethisches Investment geht. Das hätte sich vielleicht auch Herr Günther H. (ebenfalls aus Bayern) sagen lassen sollen, bevor er das gesamte Kirchenvermögen der reformierten Kirche in Bayern veruntreut  hat. Bei uns im Rheinland regt man sich derweil auf, dass man die Mittel für Rechnungsprüfer deutlich erhöhen will. Für 7,5 Mio. Euro kann man sich viele Rechnungsprüfer leisten…

Adventliche Freude (Predigt über Philipper 4)

Lächel doch mal! Freust du dich denn gar nicht? Nun sei doch nicht so! Dir kann man aber auch gar nichts recht machen! Vier Sätze, die wir nicht gern hören. Am Heiligen Abend in einer unbedachten Äußerung verwendet, können sie zu einem wahren Fiasko familiärer Befindlichkeit führen! Ich gebe zu ich hab´s nicht so mit dem Freuen. Der Zwang “gut drauf” zu sein, regt mich meistens mehr auf als an. Und dauergrinsende Fernsehgestalten, die mundgerecht die Welt erklären, lassen mich das Radio einschalten.

Kopenhagen vor Ort

Heute ist die Kanzlerin bei der Klimakonferenz in Kopenhagen angekommen. Ein Anlass darauf hinzuweisen, dass Klimaschutz besonders dann gelingt, wenn er vor der eigenen Haustür stattfindet. Im Kirchenzentrum, in dem ich tätig bin habe ich lange dafür gestritten die riesige Nachstrom Heizung durch eine umweltverträglichere zu ersetzten. Nicht gerade einfach, wenn die bestehende Heizung vollkommen intakt ist. Trotzdem ist es gelungen! Seit gut zwei  Monaten ist eine Geothermische Anlage (Wärmepumpe) störungsfrei im Einsatz. Dazu mussten allerdings 18 Löcher (kein Golfplatz!) a 99m Tiefe im „Vorgarten“ der Kirche gebohrt werden. Wer möchte kann eine kurze Fotodokumentation dazu anklicken. Die Gemeinde dazu findet ihr unter meckenheim-evangelisch.de

In eigener Sache (pastorenstückchen.de)

Seit einigen Wochen ist dieser Blog auch über http://pastorenstückchen.de zu erreichen. (kein Schreibfehler, wirklich mit ü!). Das ist unter der Domainadresse schön (mit Ausnahme der Übersetzung :             xn--pastorenstckchen-sbz.de), bietet aber leider keine Verwendung der mail Adressen: irgendwas@pastorenstüchen.de Denn gibt man das in eine Formular ein, wird man dazu aufgefordert eine gültige mailadresse anzugeben. Ob das mit der Domain wirklich brauchbar ist, wird sich zeigen… Aber pastorenstueckchen.de sieht nicht sehr schön aus, oder?