Aufgelesen

Schweizer Käse!



Minarett – Centrum Moschee Hamburg, ursprünglich hochgeladen von sahinakif

Kaum hat die Schweiz entschieden, dass keine Minarette mehr in der Alpenrepublik gebaut werden dürfen, da werden in Berlin Tempelhof selbige nachgemessen und für zu hoch befunden.
Dazu fabuliert der Vorsitzende des Innenausschusses (Bosbach) noch etwas von „veröffentlichter“ und „öffentlicher“ Meinung (=“politisch-korrekt“ und „stammtisch-korrekt“ ?).
Und alle wollen am liebsten eine „Leitkultur“: wer hier lebt soll sich anpassen, und kleiner bauen als Kirchtürme sind –wenn überhaupt, weil die Grundstückspreise in der Nähe einer Moschee ja fallen!

Sieht so ein demokratischer Staat aus, der für Religionsfreiheit nicht nur eintritt sondern sie auch gesetzlich festschreibt?
Katrin Göhring-Eckhardt hat schon recht, wenn sie meint, Bosbach müsse aufpassen, was er sagt.
Und sogar die „Welt“ tritt dafür ein, dass in Deutschland der Moschee-Bau möglich sein muss, selbst, wenn in der Türkei das Bauen einer Kirche nicht erlaubt ist. Nur so könne man mit Religionsfreiheit ernst machen.

Es ist in diesem Zusammenhang auch an die negative Religionsfreiheit zu erinnern, die der Staat auch zu gewährleisten hat. Das ist vielen Kirchenleuten oft nicht bewusst.
Wer kein Kreuz im Klassenraum seiner Kinder aufgehängt sehen will, muss sich mit der Schulleitung um eine praktikable Lösung bemühen.
Für die Schulleitung keine einfache Aufgabe!
Aber einfache Lösungen gibt es in dieser Debatte ohnehin nicht.