Monate: Oktober 2009

Der Vize-Vorsitzende des Rates der EKD

DSCF2829 Ursprünglich hochgeladen von Öffentlichkeitsreferat Das Gesicht von Margot Käßmann ist bekannt. Das des rheinischen Präses wohl weniger. Seine Wahl als Stellvertreter ist auch etwas untergegangen im Jubel um die „Päpstin“. Damit auch alle Nicht-Rheinländer sich ein Bild machen können: Hier ist eins! Gar nicht so leicht zu finden bei flickr….

WIR sind FRAU!

Zum ersten Mal wir eine Frau Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland! BILD weiß: Ihr Hund hört auf den Namen Ole…. Nikolaus Schneider, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland wird Vize-Vorsitzender. Ich weiss nicht, ob der einen Hund hat (joggen geht er wohl nicht). Weiß jemand mehr? Das sind doch die Fragen, die uns wirklich dringend interessieren!! Doch davon abgesehen hat Matthias Dobrinski von der SZ einen lesenwerten Artikel verfaßt („Wir sind Päpstin“; da find ich meine Headline ganz uneitel allerdings besser…), der zu dem Schluss kommt, das dieser Mittwoch  ein guter Tag für uns Evangelische war. Dem ist nichts hinzuzufügen! Hier noch ein hörenswertes Interview der frischgebackenen Ratsvorsitzenden vom br-online.

Scheiden tut weh

Manchmal in diesen Tagen beschleicht es uns. Wir nehmen heimlich oder offen Abschied von den letzen schönen, sonnigen Tagen. Wir stellen uns ein auf rauhere Witterung. Wir werden im Einkaufsmarkt angehalten Lebkuchen und Printen zu kaufen. Und einige Weihnachtsmärkte haben schon seit drei Wochen geöffnet. Haben wir es vielleicht verlernt Abschied zu nehmen? Meist fängt gibt es diesen Punkt im Spätsommer, wenn die Luft auf einmal nach Herbst riecht. „Das wars dann wohl“ denke ich wehmütig. Doch im Hinterkopf lauert die Hoffnung auf eine Verlängerung des Sommers: Vielleicht im Herbst doch noch einmal in den Süden. Dem Herbst entfliehen, den Sommer verlängern… Fängt es damit schon an, dass wir Abschied nur schwer nehmen können? Auch am Bahnhof, wenn der ICE einfährt und Menschen ein- und aussteigen hat sich der Abschied verändert. Durch getönte Scheiben kann man kaum noch erkennen ob jemand richtig den Zug auch bestiegen hat. Kein zu öffnendes Fenster, kein Händehalte bis der Zug anfährt. Kein letztes Nachrufen eines „AUFWIEDERSEHEN“. Stattdessen die Geste ans Ohr: Wir telefonieren! Ist das wirklich nur eine banale Alttagsbeobachtung oder spiegelt sich darin schon unser Verdrängen notwendiger …

Henryk M. Broder, Jürgen Fliege und Guido Westerwelle

Henryk M. Broder will Vorsitzender des Zentralrates der Juden werden. Das ist ungefähr so, als wenn Jürgen Fliege sich um den Posten des Ratsvorsitzenden der EKD (der/die am Dienstag gewählt wird) bemühen würde. Auf der anderen Seite…. Guido Westerwelle wird Außenminister!!! Sind wir gespannt, was noch so alles passieren kann.

Thies Gundlach wird zum „angeschlagenen Boxer“!

Hektische Betriebsamkeit in der Ökumene! Schnelles Krisenmanagment und die Pressemitteilungen sind wieder positiv. Fragt sich nur um welchen (evangelischen) Preis? Kaum jemand scheint das Papier gelesen, geschweige denn ausgewertet zu haben. Kein Wunder, lag es doch nur ausgewählten Medienvertretern vor; und ist wohl nur durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit gelangt  (inzwischen aber hier veröffentlicht). Abgesehen davon, dass Bewertungen von Personen natürlich immer heikel sind, und auch nicht in Arbeitspapiere gehören, ist es ein sehr lesenswerte Analyse ökumenischer Beziehungen der letzten zehn Jahre. Inhaltlich gibt es die „langfristige Entwicklungen in der Ökumene … allerdings zutreffend“ wieder, muss selbst die offizielle Seite der EKD eingestehen. Bleibt noch die Sache mit dem „angeschlagenen Boxer“. Leider ein etwas unglücklicher Vergleich, weil man sich in der Kirche ja niemals (offiziell) prügeln darf. Aber liest man etwas genauer ist auch die evangelische Kirche ein „angeschlagener Boxer“: “ Wie ein angeschlagener Boxer wird die katholische Kirche schwanken zwischen öffnenden Gesten und ruppiger Abgrenzung, zwischen ökumenischen Einladungen und profilierender Abgrenzung. Da die evangelische Kirche dieses interne Ringen zwischen Profil und Öffnung ebenfalls sehr gut kennt, wird …

Bella Italia!

Der nächste Italien Urlaub ist gerettet! Berlusconis umstrittenes Immunitätsgesetz ist aufgehoben, und Elias Bierdel freigesprochen worden. Gibt es Hoffnung für die italienische Demokratie?

Berlusconi gegen Bierdel

Nach knapp 3 Jahren Prozess wird heute das Urteil im Prozess um die Cap Anamur erwartet. Die Staatsanwaltschaft in Agrigento/Italien fordert 4 Jahre Haft und 400.000 Euro Geldstrafe für Elias Bierdel und Kapitän Stefan Schmidt. Obwohl alle Anklagepunkte sich als nichtig herausgestellt haben, wird dennoch mit einer Verurteilung gerechnet. So geht´s halt zu in italienischer Demokratie! Ein Interview im DLF mit Elias Bierdel gibt´s hier: