Monate: Juni 2009

Wochen(w)ende?

Heute verhandelte das Bundesverfassungsgericht über eine Klage in Bezug auf die Ladenöffnungszeiten in Berlin. Die dortige evangelische und katholische Kirche haben gegen die bestehenden Öffnungszeiten geklagt (Bischof Huber war auch anwesend). Dort bringt eine rot-rote Koalition zustande, was sich in NRW eine schwarz-gelbe Koalition wünscht: Ausdehnung der Öffnungszeiten gerade an Sonn- und Feiertagen. Die NRW-FDP-(Partei der Besserverdienenden fordert gar), Bäckereien und Blumengeschäften auch am ersten Weihnachtstag, am Oster- und Pfingstsonntag den Verkauf zu erlauben. „An diesen Familientagen sollen Millionen Bürger nicht auf frische Brötchen und Blumen verzichten müssen”, sagte FDP-Fraktionschef Gerhard Papke der WAZ. Die Gewerkschaften haben sich übrigens der Klage der Kirchen angeschlossen. Die Verkäuferin backt am offenbar „Familientag“ lieber selber Brötchen auf, als dem „Apotheker“ welche ein. Wie das Urteil aussieht werden wir in einigen Wochen sehen. Fest steht allerdings, dass nicht nur Apotheker am Sonntag frische Brötchen haben will. Fragt man den so oft gescholtenen „mündigen Bürger“ würde er wohl meistens frische Brötchen dem sonntäglichen Kirchgang vorziehen. Insofern wird sich langfristig auch die FDP freuen können. Allerdings ist der Ausgang des Urteils …