Monate: April 2009

Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln! (Predigt über Lukas 24)

„Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.“ (D. Bonhoeffer) Nur woran erkennt man den Auferstandenen? 13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 15 Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. 16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. 18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk; 20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. 21 Wir aber hofften, er sei …

Karfreitag. Schluss, Ende, Aus. Johannes 19

Abschiedsszenen sind in der Regel schwierige Szenen. Das gilt nicht nur für Regisseure. Das gilt nicht nur im Film. Im richtigen Leben ist es meist noch schlimmer. Kein Bahnsteig, keine in die Nacht verschwindenden Rücklichter eines Zuges. Kein Flughafen, kein Abheben und davon fliegen zu einem neuen Leben. Stattdessen: Wohnungstüren, Krankenhausbetten, Friedhöfe, Leichenwagen. Unsere Abschiede sind nicht glamourös, dafür meist schmerzlicher: -Auch eine SMS mit dem Inhalt: „Schluss, Ende, Aus“ kann überaus schmerzlich sein, zerrinnen doch Träume, Hoffnungen, Lebenspläne in Sekunden. -„Ich kann nicht mehr mit dir leben, die Kinder bleiben bei mir“, das ist gar nicht so selten das schmerzliche Ende dessen, was vor Zeiten noch mit „ich will dich lieben und ehren“… begann. -Dann, wenn es zum letzten Abschied geht, fehlen erstaunlicher Weise keine Worte. Im Gegenteil: Viele Worte werden gemacht: „Das wird schon wieder, wenn du erst mal wieder zu Hause bist. Kopf hoch!“ Dabei ist nichts mit „Kopf- hoch-es-wird-schon-wieder“. Es wird eben gar nichts, außer es wird alles nur noch schlimmer, weil der Tod kommt und mit ihm das Ende all unserer menschlichen Möglichkeiten. Der Tod als …