Monate: April 2006

Rheinische Frömmigkeit?

„Lassen Sie sich anstecken von rheinischer Frömmigkeit und Fröhlichkeit.“ Präses Nikolaus Schneider in seiner Einladung zum 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln. Die Zusammenstellung schon zeigt, dass man im Rheinland mit Frömmigkeit nichts anzufangen weiss. Es gibt vorallem ein: Rheinischen Aktionismus!

Weniger ist mehr (Predigt über Lukas 9)

„Weniger ist mehr“! Das sagt man so in genügsamer Bescheidenheit, oder wenn man und frau auf einen gewissen Luxus nicht verzichten ihn vielmehr bewusst genießen möchte. „Weniger ist mehr“, lieber ein glas Wein weniger, dafür aber einen besseren. Lieber einen Smart für den Stadverkehr, als gar keinen Parkplatz; lieber walken statt joggen, das ist besser für die Gelenke; „Weniger ist mehr“ das honoriert unserer Gesellschaft. Menschen wie der IKEA Gründer und Multimilliardär Ingvar Kamprad sind gerade wegen ihrer Knauserigkeit bekannt: Sein Haus in der Nähe von Lausanne hat Kamprad mit Ikea- Ware möbliert. Obst kauft Kamprad nachmittags auf dem Markt, dann ist es billiger. Bus und Bahn sind seine Verkehrsmittel. Dabei nutzt er gerne den Pensionärsrabatt. Kamprad gönnt sich immerhin ein Auto und zwar einen 15 Jahre alten Volvo. Er beschreibt Papier stets beidseitig, seine Mitarbeiter sollen das auch so machen. Der Friseur ist ihm zu teuer. Die Haare schneidet ihm seine Frau. Kurzum: Das „Weniger ist mehr Credo“ wird von unserer Gesellschaft respektiert und geachtet. Ungeachtet dessen gilt allerdings genauso also das genaue Gegenteil …